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Die Virchowsche Geschwulstlehre und ihre Weiterentwicklung

  • O. Lubarsch
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Literatur

  1. 1).
    Dieser Standpunkt ist allerdings dadurch besonders verständlich, daß Broca die Cellularpathologie scharf ablehnt. S. 84, § 4 schreibt er: „De la réalité des blastèmes.” „Les éléments normaux ou pathologiques se forment au sein et au dépens d'une substance amorphe, que port le nom des blastêmes. Cette substance émane du sang, dont elle se sépare en traversant par exudation les parois des dernières ramifications vasculaires ... Avant de disserter sur les blastèmes il est bon d'en démontre l'existence et cela est devenu nécessaire, depuis que M. Virchow a nié la doctrine de l'exudation.”Google Scholar
  2. 1).
    Die Lehre von den Geschwülsten Bd. I, S. 10.Google Scholar
  3. 2).
    Lehrbuch Bd. I.Google Scholar
  4. 3).
    Ergebn. d. allg. Pathol. u. pathol. Anat.1, 305, Abt. 2.Google Scholar
  5. 4).
    Auch in der englischen, amerikanischen und romanischen Literatur ist die Virchowsche Auffassung ziemlich allgemein angenommen; so schreibt Mc-Farland, Textbook of pathology (Philadelphia 1904), S. 169: „Tumour is a functionsless, and often harmful new growth depending upon hyperplasia or metaplasia of tissue. It is atypical in structure though consisting of tissue normal to the body. Tumours arise without apparent cause.”Google Scholar
  6. 5).
    Ribbert, Geschwulstlehre 1904, S. 2.Google Scholar
  7. 1).
    Vgl. Virchows Archiv111, 17. „Seit den Untersuchungen von Thiersch und Waldeyer ist eine andere Frage in den Vordergrung des Interesses getreten, welche von größter Bedeutung ist; die Frage nämlich, ob das Epithel der Krebsalveolen von präexistierendem Oberflächenepithel abzuleiten oder ob es primär aus dem Gewebe der tieferen Schichten entstanden ist. Über die Beantwortung dieser Frage ist noch keine Einigung erfolgt.”Google Scholar
  8. 2).
    Virchows Archiv97, 410.Google Scholar
  9. 3).
    „Ich will num keinen entscheidenden Wert auf den Umstand legen, daß gerade diese Seite der Embryologie (die Keimblätterlehre) noch nicht zu allgemeiner Befriedigung klargestellt ist und daß jede neue embryologische Arbeit wieder eine andere Formel dafür zutage fördert. Aber ich kann nicht zugestehen, daß die Embryologie speziell in ihrem histologischen Abschnitt absolut entscheidend sei für die Pathologie. Hier kommt eben alles auf die Erfahrung an.”Google Scholar
  10. 1).
    Ich stimme B. Fischer durchaus bei, daß es nicht möglich ist, die Genese des Krebses durch histologische Untersuchungen zu lösen (Frankfurt. Zeitschr. f. Pathol.11); ich habe die Mehrdeutigkeit und Subjektivität aller dieser Untersuchungen in meinem Aufsatz „Über die Grenzen der pathologischen Anatomie und Histologie (Jahresk. f. ärztl. Fortbild. 1913) besonders betont.Google Scholar
  11. 1).
    Zeitschr. f. Krebsforsch.17, 1–80; siehe besonders S. 50.Google Scholar
  12. 1).
    Allgemeine Pathologie2, S. 504.Google Scholar
  13. 1).
    Die chemischen Untersuchungen besonders von O. Brahn, wonach die katalytischen Eigenschaften der von Krebsmetastasen freien Leber bei Magenkrebs erheblich herabgesetzt sind, sprechen durchaus für diese Ansicht.Google Scholar
  14. 1).
    Klebs, Allgem. Pathologie2, S. 502. „Soviel kann angenommen werden, daß keineswegs nur wenige, sondern nahezu alle Geschwülste diese Fähigkeit (der Metastasenbildung) besitzen, freilich in einem sehr verschiedenen Maße.”Google Scholar
  15. 2).
    Schmorl, Verhandl. d. Dtsch. Pathol. Gesellsch., 8. Tagung 1905.Google Scholar
  16. 3).
    Lubarsch, Allgem. Pathologie, S. 256.Google Scholar
  17. 1).
    Cohnheim, Vorlesungen über allgemeine Pathologie, Bd. I, S. 737 (2.Aufl.).Google Scholar
  18. 1).
    Es ist auch versucht worden, die Anlage zur Geschwulstbildung noch weiter zurückzuverlegen, als in das embryonale Leben — nämlich in die phylogenetische Ahnenreihe. Ribbert hat zuerst in seinen „Beiträgen zur Geschwulstlehre” (Bonn 1906) sich dafür eingesetzt, daß die Phylogenese in noch weiterem Umfange für die Geschwulstlehre herangezogen werden müsse und zwar auch da, wo sie in der normalen Embryogenese keine Spuren hinterlassen hat. Er hat besonders für die Myome und Adenomyome des Uterus und Magens, die Drüsenpolypen des Magendarmkanals, die Mammaadenome, die er mit dem Vorkommen vieler Milchdrüsen auf frühen phylogenetischen Stufen in Zusammenhang bringt, Hautwarzen, Melanom und Hautkrebse diesen Gesichtspunkt zu verwerten gesucht. Neuerdings hat Mathias diesen Gedanken unter Einführung des Namens „Progonoblastome” aufgenommen und durch Beutler und Schober für die Pankreasadenome der Magenwand und die Carcinoide des Wurmfortsatzes durchzuführen versucht. Ich kann nicht finden, daß wir auf diesem Wege wesentlich weiter kommen werden.Google Scholar
  19. 2).
    Rob. Meyer, Embryonal. Gewebsanomalien usw. Ergebn. d. allg. Pathol. u. pathol. Anat.15, Abt. 1.Google Scholar
  20. 3).
    Lubarsch, Unsere Kenntnisse über das Vorkommen und die Schicksale embryonal versprengter Keime und embryonaler Gewebsmißbildungen. Ber. d. internat. med. Kongr. in Budapest 1909.Google Scholar
  21. 1).
    Virch. Arch. 233.Google Scholar
  22. 2).
    Ztschr. f. Krebsforsch. 17.Google Scholar
  23. 1).
    Das Problem der Krebsmalignität. Zeitschr. f. Krebsforsch.17.Google Scholar
  24. 1).
    Wollte man dafür eine neue griechische Bezeichnung einführen, könnte man es als Omosterigmoma oder kürzer Omosterik bezeichnen, von dem griechischen Worte unreif und Stütze. Aber ich möchte das durchaus nicht befürworten, sondern es bei dem alten Wort „Sarkom” lassen.Google Scholar
  25. 2).
    Rob. Meyer (Beitrag zur Verständigung über die Namengebung in der Geschwulstlehre; Zentralbl. f. allg. Pathol. u. pathol. Anat.30, Nr. 10) hat die Beziehungen zwischen unreifen und reifen Geschwulstabschnitten in einem und demselben Gewächs einer eingehenden Erörterung unterworfen und alle Möglichkeiten des Zusammenhanges in der namengebung zum Ausdruck zu bringen versucht. Da der sarkomatöse Abschnitt eines Myoms auch aus den bindegewebigen Abschnitten hervorgegangen sein kann, unterscheidet er zunächst ein fibroblastogenes und ein myoblastogenes Myosarkom und fügt dann noch adjektivistisch die vorherrschende Zellform hinzu (fibrofusicellulär, fibrioglobocellulär, myocellular, myofusi- und myoglobucellular und fibro- und myoatypisch). Dasselbe könnte man natürlich für jedes Gewächs, in dem gereifte und indifferente Teile vorkommen, durchführen, also z. B. fibroblastogenes und glioblastogenes Gliosarkom usw. Dagegen ist grundsätzlich sicher nichts einzuwenden, nur fragt es sich, ob es zweckmäßig ist, eine so große Zahl neuer Bezeichnungen einzuführen, wenn es doch nur in einer sicher recht kleinen Zahl von Fällen möglich sein wird, zu unterscheiden, ob ein Myo- Glio-, Osteo- usw. Sarkom ein myo-, glio-, osteoblastogenes ist oder nicht.Google Scholar

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© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • O. Lubarsch

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