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Virchows Entzündungslehre und ihre Weiterentwicklung bis zur Gegenwart

  • O. Lubarsch
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Literatur

  1. 1).
    De rheumate praesertim corneae. Berlin 1843.Google Scholar
  2. 2).
    Waldeyer, Gedächtnisrede auf Rud. Virchow. (Abhandl. d. Kgl. preuß. Akad. d. Wissensch. 1903, Sonderabdruck S. 26) „Vor allem sind es die Waller-Cohnheimsche Wanderungstheorie der entzündlichen Vorgänge und die Bakteriologie, welch erstere ein Stück der alten Humoralpathologie wiederherstellte, welche letztere unter anderem die ganze Lehre von der Tuberkulose und Skrofulose umänderte und durch die mit ihr verknüpfte Entdeckung der Toxine und Antitoxine der Humoralpathologie gleichfalls wieder Boden gab.”Google Scholar
  3. 1).
    2. Aufl., S. 394–399.Google Scholar
  4. 2).
    Virchows Archiv f. pathol. Anat. u. Physiol.4, 288.Google Scholar
  5. 3).
    Erlangen 1854, S. 46.Google Scholar
  6. 1).
    a. a. O. Erlangen 1854. S. 77.Google Scholar
  7. 2).
    Cellularpathologie, 1. Aufl., S. 345.Google Scholar
  8. 3).
    Cellularpathologie, 4. Aufl., S. 481.Google Scholar
  9. 4).
    Virchows Archiv f. pathol. Anat. u. Physiol.149, 403.Google Scholar
  10. 1).
    Münch. med. Wochenschr. 1921, Nr. 6.Google Scholar
  11. 1).
    „Aber die Entzündungstheoretiker”, schreibt er (Virchows Archiv f. pathol. Anat. u. Physiol.149, 398) „haben diese Auffassung (von der aktiven Auswanderung) schnell zur Seite geschoben. Wenn man ihnen folgte, so müßte man annehmen, daß auch das Austreten der farblosen Blutkörperchen, wie das der roten, ein passives Phänomen sei, hervorgebracht durch den Blutdruck, der die geschwächte Capillarwand zum Nachgeben zwingt. Als ob man durch den Blutdruck auch die Durchwanderung des Gewebes auf langen Strecken erklären könnte oder gar die ‘reaktive’ Anhäufung der Leukocyten just um den reizenden Körper!”Google Scholar
  12. 1).
    Neue Untersuchungen über die Entzündung. Berlin 1873. Verlag von Aug. Hirschwald; und Noch einmal die Keratitis. Virchows Archiv61, 289.Google Scholar
  13. 2).
    Über die natürlichen Schutzmittel des Organismus. Leipzig 1900. Joh. Ambr. Barth. S. 32, 16 und 30.Google Scholar
  14. 1).
    Meiner Meinung nach nicht mit Recht, denn bei der Endokarditis liegen die Verhältnisse im wesentlichen gerade so, wie bei der Keratitis.Google Scholar
  15. 2).
    Auch in der ausländischen Literatur hat man sich fast noch entschiedener wie bei uns auf den Standpunkt der Cohnheimschen Entzündungslehre gestellt. — Letulle (L'inflammation; Paris 1895) definiert zwar die Entzündung als „une Virchowsche Lehre als nicht mehr haltbar. — Adami (The principles of pathology1) erwähnt die parenchymatöse Entzündung überhaupt nicht mehr und erklärt als Hauptfaktoren (S. 406): „The proliferation of the cells immediately around the injured area and attraction of the wandering cells of the area of injury.”Google Scholar
  16. 3).
    v. Hansemann, Über den Entzündungsbegriff mit besonderer Berücksichtigung der trüben Schwellung und der fettigen Degeneration (Med. Klin. 1920, Nr. 10). Hansemann wendet sich hier besonders scharf gegen die Ansicht, daß die trübe Schwellung ein degenerativer Vorgang sei und will sie auch scharf von der tropfigen Entmischung Albrechts trennen. Daß sie eine wieder ausgleichbare Störung ist, beweist noch nicht, daß sie progressiv, ja daß sie auch nur aktiv ist. Im übrigen ist es ja aber gerade Virchow gewesen, der die trübe Schwellung dadurch gekennzeichnet hat, daß sie ein Vorstadium der fettigen Degeneration sein könne. Hansemanns Angabe, daß die in die Zelle bei der trüben Schwellung hineingelangten Eiweißkörner durch Essigsäure und jede andere Säure aufgelöst würden, ist unrichtig; es handelt sich hier nur um eine optische Erscheinung. Auf die übrigen Auseinandersetzungen Hansemanns zur Entzündungslehre komme ich weiter unten zurück. Überhaupt kann nicht oft und nicht scharf genug betont werden, daß die Trübung bei der „trüben Schwellung” im allgemeinen ein postmortaler oder agonaler (autolytischer) Vorgang ist.Google Scholar
  17. 1).
    Aschoff schließt zwar seinen nach Fertigstellung dieses Aufsatzes mir zu Gesicht kommenden Aufsatz „Zur Begriffsbestimmung der Entzündung” (Zieglers Beiträge z. allg. Path. u. pathol. Anat.68, 21) mit den Sätzen: „Auch an den reparativen und restituierenden Entzündungen sind Parenchym, Gefäßsystem und Gerüstsubstanz in sehr wechselnder Zusammensetzung beteiligt, so daß man auch hier im Einzelfalle von „parenchymatösen Entzündungsformen” sprechen kann; z. B. im Anschluß an schwere Parenchymschädigungen der Niere. (Reparative parenchymatöse Nephritis.) — Aber hier gebraucht ja Aschoff den Begriff „parenchymatöse Entzündung” in einem ganz anderen Sinne, wie Virchow und wie er selbst noch es bisher getan, nämlich rein lokalistisch, genau in demselben Sinne, wie ich in meinen Entzündungsaufsatz (Aschoffs Lehrbuch, 5. Aufl., S. 561, 562) es als allein zulässig hingestellt habe. Nichts destoweniger halte ich es nicht gerade für günstig, einen Ausdruck noch weiter zu verwenden dem früher ein ganz anderer Sinn untergelegt worden ist.Google Scholar
  18. 1).
    Zieglers Beiträge z. allg. Path. u. pathol. Anat.20.Google Scholar
  19. 1).
    Lippmann und Brückner, Zeitschr. f. exp. Pathol. u. Th.19, 2.Google Scholar
  20. 1).
    Virchows Archiv232.Google Scholar
  21. 2).
    Virchows Archiv229.Google Scholar
  22. 3).
    Archiv f. exp. Pathol. u. Ther.21, 1 und Virchows Archiv227, Beiheft.Google Scholar
  23. 1).
    Virchows Archiv144 u.146.Google Scholar
  24. 2).
    Verh. d. deutsch. Gesellsch. f. Chir. 1892. S. 105.Google Scholar
  25. 3).
    Verh. d. deutsch. pathol. Gesellsch. 1913.Google Scholar
  26. 4).
    Verh. d. Göttinger Gesellsch. d. Wissensch. 1896 Nr. 3.Google Scholar
  27. 5).
    Deutsch. med. Wochcnschr. 1898.Google Scholar
  28. 6).
    Marchand, Natürliche Schutzmittel des Organismus. Anmerk.10, S. 31.Google Scholar
  29. 1).
    An und für sich wäre Neumanns Fassung „die Veränderungen der Zirkulation und Gefäßwandungen” (Ziegl. Beitr.64) verhältnismäßig annehmbar, wenn er die Veränderungen der Gefäßwand nicht einseitig beschränkte. Tatsächlich sind die Veränderungen der Gefäßwand, die eine Exsudation ermöglichen, alterativer Natur und ein Teil der reaktiven produktiver Art.Google Scholar
  30. 2).
    Die Virchowsche Entzündungslehre usw. Fortschr. d. Med.7, 601.Google Scholar
  31. 1).
    Man könnte allen denen, die meinen den Entzündungsvorgang tiefer zu erfassen, wenn sie ihn als zweckmäßigen oder defensiven bezeichnen, mit nur kleiner Abänderung das entgegenhalten, was Virchow über die Einteilung der Geschwulste in gut- und bösartige sagt: „Da die Entzündung unzweifelhaft ein Naturvorgang ist, hat sie, wie jede Erscheinung dieser Weilt, unzweifelhaft das Recht und den Anspruch, objektiv beurteilt zu werden nach ihrem Wesen, nach ihren Eigenschaften”.Google Scholar
  32. 2).
    Ich freue mich, aus Aschoffs letztem Aufsatz (Zieglers Beiträge z. allg. Path. u. pathol. Anat.68) zu entnehmen, daß er doch wenigstens von Zeit zu Zeit einsieht, daß es sich bei der Entzündung um einen örtlichen, zusammengesetzten, aus mindestens 3 Teilerscheinungen bestehenden Vorgang handelt: freilich fällt er doch gleich wieder seiner alten Neigung anheim, eine möglichst weitgehende und daher nichtssagende Definition der Entzündung zu geben. Es ist hier nicht die Gelegenheit, mich mit ihm darüber auseinanderzusetzen. Das soll ein andermal geschehen.Google Scholar
  33. 1).
    Ricker und Regendanz, Virchows Archiv f. pathol. Anat. u. Physiol.231.Google Scholar
  34. 1).
    Nachdem ich das geschrieben, lese ich bei Aschoff: „Die Definition nach Merkmalen kann willkürlich festgelegt werden, die nach der Funktion geht aus der Beobachtung hervor.” Die Gegenüberstellung dieser Sätze zeigt allerdings mit ungewöhnlicher Schärfe den unüberbrückbaren methodologischen Gegensatz zwischen uns beiden.Google Scholar
  35. 1).
    Über die Entzündung. Zeitschr. f. ärztl. Fortbild. 1908, Nr. 22, Sonderabdr. S. 11. Bier bestreitet besonders, daß der Schmerz etwas zu tun hätte mit dem Entzündungstumor und will das dadurch beweisen, daß die „die Entzüdung enorm steigernde Stauungsbinde viel besser als Morphium bei den rasend schmerzhaften, akuten Entzündungen die Empfindlichkeit herabsetzt”. Das beweist mehr gegen die Bedeutung der Bakteriengifte für die Entstehung des Schmerzes als gegen die Bedeutung des Tumors. Denn die Stauungshyperämie führt zu Anhäufung der Bakterien- und Gewebsgifte und müßte daher schmerzerhöhend wirken. Daß bei Erhöhung der entzündlichen Schwellung der Schmerz gelinder wird oder sogar fast ganz aufhört, ist nur ein Sonderfall der bekannten Erfahrung, daß beim Überschreiten einer bestimmten Reizstärke der Erregungszustand in einen Lähmungszustand übergeht, der rasende Schmerz einer Betäubung Platz macht. Daß aber die entzündliche Schwellung und vermehrte Gewebsspannung für die Entstehung des Schmerzes von sehr wesentlicher Bedeutung ist, davon kann man sich doch leicht durch die Tatsache überzeugen, daß bei einem Panaritium, einer Paronychie, einem Zahnfleischabsceß usw. der Schmerz unmittelbar nach der entspannenden Incision aufhört, selbst wenn kein Tropfen Eiter sich entleert.Google Scholar
  36. 1).
    Virchows Archiv f. pathol. Anat. u. Physiol.230.Google Scholar

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© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • O. Lubarsch

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