Ueber den Einfluss der Röntgenstrahlen auf die Haut in gesundem und krankem Zustande
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Literatur
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- 1).Alle Untersuchungen wurden stets noch an einem oder selbst mehreren anderen ähnlich bestrahlten Objecten vorgenommen. Um Wiederholungen zu vermeiden, wurden jedoch nur die Veränderungen in den wichtigsten Stadien im Vorstehenden beschrieben.Google Scholar
- 2).Es handelte sich um einen Psoriasiskranken, dessen Brust im Laufe von 7 Tagen im ganzen 5mal 10 Minuten bei einer Entfernung von 40 Cm. bestrahlt worden war.Google Scholar
- 1).Auch an der Haut des Meerschweinchens läuft die Röntgendermatitis histologisch im Ganzen in principiell gleicher Weise wie an der Haut des Schweines und der des Menschen ab. Auch bei dem Meerschweinchen kommt es unter dem Einfluss der Röntgenstrahlen zunächst zu degenerativen Vorgängen an den zelligen. Elementen der Haut, speciell an den Epithelzellen. Die ganze Haut wird dünn, atrophisch und die Zellen zeigen die besprochenen Degenerationserscheinungen. Dabei sind an den Epithelzellen der Wurzelscheiden auch beim Meerschweinchen die gleichen Veränderungen nachweisbar wie an den Zellen des übrigen Rete und der Haarausfall kommt in analoger Weise wie beim Schwein als Folge dieser degenerativen Vorgänge da zu Stande. Nur die entzündlichen Reactionserscheinungen sind beim Meerschweinchen viel geringer und es kommt bei demselben überhaupt nur schwer zu Ulcerationen durch Röntgenstrahlen, sondern die Wirkung der X-Strahlen äussert sich meist nur in büschelförmigem Haarausfall und lamellöser Abschuppung und Abhebung der Haut. Besonders die Verödung der Haarbälge kommt beim Meerschweinchen nach meinen Untersuchungen in der Regel ohne stärkere entzündliche Reaction und speciell ohne stärkere Betheiligung der Leukocyten zu Stande und die Follikel und Haarbälge gehen im Wesentlichen durch die primäre Degeneration der Zellen des Haarbalges atrophisch zu Grunde. Einige zeit (2–4 Wochen) nach Aussetzen der Röntgenbestrahlung kommt es dann beim Meerschweinchen bereits wieder zu stärkerer Wucherung des Epithels. Die Stachel- und besonders die Körnerschicht sind dann stark verbreitert, die Zellen selbst aber grösstentheils noch geschwollen, ödematös und theilweise vacuolisirt, wie dies auch beim Menschen nach Abheilung der Dermatitis der Fall ist. Von den verödeten Haarfollikeln sind dann nur noch Andeutungen zu sehen, wie dies gauz richtig schon von Oudin, Barthélemy und Darier beschrieben worden ist. Diese Autoren haben eben nur diese Stadien vor sich gehabt, denn die bestrahlte Meerschweinchenhaut wurde erst 4–5 Wochen nach Aussetzen der Bestrahlungen excidirt und untersucht. Die Angaben dieser Autoren über die histologischen Vorgänge unter der Einwirkung der Röntgenstrahlen (siehe oben) beruhen demnach zwar auf richtiger Beobachtung aber falscher Deutung der Befunde.Google Scholar
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© Wilhelm Braumüller 1962