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Journal für Ornithologie

, Volume 73, Issue 4, pp 594–628 | Cite as

Beiträge zu einer Geschichte der deutschen Vogelkunde

  • Erwin Stresemann
Abhandlungen [Und Vorträge]

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Literaturverzeiohnis

  1. 1).
    Aelter, aber inbaltlich noch sehr dürftig ist des Engländers Turner „Avium praecipuarum historia“, Coloniae 1544.Google Scholar
  2. 2).
    So schrieb noch kürzlich ein so hervorragender Kenner alter Literatur wie Herman Schalow: „Als Frisch sich eingehender mit der Zoologie zu beschäftigen begann, war seine Zeit, trotz der Vorarbeiten durch Albertus Magnus, Konrad Gesner und Ulysse Aldrovandi, die das zoologische Wissen ihrer Zeit beherrschten, auch in der Vogelkunde noch völlig im Bann aristotelischer Weltanschauung. Erst Frisch's Werk über die deutsche Ornithologie brachte einen nachbaltigen Umschwung in der Erkenntnis des Vogels und seines Lebens, der die Brücke zu den grofsen Arbeiten eines Matthaeus Bechstein, Joh. Friedr. Naumann und Ludwig Brehm geschlagen hat“ (Beiträge zur Vogelfauna der Mark Brandenburg, 1919, p. 517).Google Scholar
  3. 1).
    Die späteren Ausgaben (1653, 1681, 1688) tragen den Titel: Bericht vom Vogelstellen, oder Jagd- und Weydebüchlein vom Vogelfangen. Ein geistiger Diebstahl an Aitinger wurde 1717 durch Caspar Schröder verübt, dessen (1728, 1760 und 1762 erneut aufgelegtes) Buch Neue lustige und vollständige Jagd-Kunst, so wol von den Vögeln als auch anderen Thieren. Franckfurt und Leipzig bey Hieron. Philipp Ritscheln 1717 in seinem Hauptteil nichts anderes ist als eine Neuauflage des Aitingerschen „Berichts vom Vogelstellen“, obwohl dieser Umstand verheimlicht wird. Ein alter Referent bemerkt hierzu: „So pflegen alte Bücher, so aus der Nachfrage gekommen, in neuemetamorphosiret, und gleichsam durch einemetempsychosin Conrad Aitingers Jagd- und Weyd-Büchlein in Caspar Schröders Jagd-Kunst verwandelt zu werden. Ich glaube gar Caspar Schröder seye sein Tag auf keiner Jagd oder Vogel-Heerd gewesen“. (Neue Bibliothek oder Nachricht und Urtheile von neuen Büchern. 57. Stück. Frankfurt und Leipzig 1717, p. 592.)Google Scholar
  4. 1).
    Biographisches in: Ersch und Gruber, Allgem. Encyclopaedie, 2. Section, 9. Theil, 1832, p. 109–110.Google Scholar
  5. 1).
    Vgl. hierzu J. Schenck, Die einstigen und gegenwärtigen Brutkolonien der Edelreiher in Ungarn; Beilage zu Aquila XXV, 1918, p. 38.Google Scholar
  6. 2).
    Desselben Brauches gedenkt im Jahre 1744 F. E. Brückmann: „agricolae in Lusatia, Silesia et aliis regionibus cistulas ligneas cum foramine parant et circa sua domicilia ad arbores suspendunt [etc.]“. (Epistolae itin., Cent. sec., ep. it. XVII). Vgl. auch die Bemerkung von Pernau's, unten p. 616.Google Scholar
  7. 1).
    So citiert nach W. Blasius, die Faunistische Literatur Braunschweigs 1891, p. 26. Ich habe die Erstausgabe nicht zu Gesicht bekommen. In den späteren Auflagen ist der Untertitel stark gekürzt. Der volle Name des Verfassers wird zuerst in der 3. Weimarer Ausgabe genannt.Google Scholar
  8. 1).
    Ich kenne nur die Weimarer Ausgaben (80) von 1719 und 1751 und citiere nur die erstere.Google Scholar
  9. 2).
    Auch dem Buche von Göchhausens ist das Schicksal zuteil geworden, von Leuten, die in der Vogelkunde nicht die geringste Erfahrung hatten, stillschweigend ausgeschrieben zu werden. Am weitesten ist darin gegangen Heinrich Wilhelm Döbel in seinem erstmalig 1746 (später 1754, 1782, 1785) aufgelegten Buch Neueröffnete Jägerpraktica, oder der wohlgeübte und erfahrene Jäger. Die Abschnitte, in denen Döbel über die Vögel handelt, geben sich bei näherer Prüfung als einen Auszug aus den „Jagd- und Weidwercks- Anmerckungen“ zu erkennen, mit geringer Veränderung des Satzbaus und einiger Ausdrücke.Google Scholar
  10. 3).
    Die Vorrede zur 3. Weimarer Auflage seines Buches ist datiert „Weimar, den 14. Martii 1734“. Schon die 4. Weimarer Auflage (1740) hat kein eigenes Vorwort; vermutlich war der Verfasser inzwischen gestorben.Google Scholar
  11. 1).
    Als Urheber der (irrigen) Theorie des Flügelmeckerns wurde bisher Joh. Andreas Naumann angesehen, der diese Ansicht jedoch 89 Jahre nach von Göchhausen ausgesprochen hat (Naturgeschichte III, 1, 1799, p. 19).Google Scholar
  12. 1).
    Biographisches nach: Joh. Caspar Wetzel, Das jetzt lebende, geehrte und gelehrte Coburg. Itzipoli 1718, p. 2–3; derselbe, Analecta hymnica II, Gotha 1756, p. 592–594; Amarantes, Historische Nachricht von defs löblichen Hirten- und Blumenordens an der Pegnitz Anfang und Fortgang, Nürnberg 1744, p. 520–524; E. von Steinmeyer, Die Matrikel der Universität Altdorf, II. Teil, Würzburg 1912, p. 420. — Für wertvolle Literaturhinweise bin ich zu grofsem Dank in erster Linie verpflichtet den Herren: Dr. Reicke, Direktor des Nürnberger Stadt-Archivs, Dr. Heerwagen, Hauptkonservator am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und Prof. Dr. Krieg, Direktor der Coburger Landesbibliothek.Google Scholar
  13. 2).
    Er nennt den Verfasser „Herr Bernauer“ (1719, p. 116). Auch einem späteren Coburger Ornithologen, dem Herzogl. Sächs. Coburg-Saalfeldl. Cammerjunker Chr. Joh. Fr. von Diesskau, war noch bekannt, dafs der Autor dieser anonymen Schriften „der ehemalige Geheimde-Rath von Pernauer in Coburg“ gewesen sei (siehe dessen „Naturgeschichte der Nachtigall“, Römhild 1779, in der Vorrede). „Seine Bemerkungen haben“, so rühmt von Diesskau, „auf dem Probierstein der Erfahrung, für vielen andern, am besten Strich gehalten“.Google Scholar
  14. 1).
    Manchem wird es vielleicht willkommen sein, zu erfahren, in welchen Bibliotheken er die seltenen Schriften von Pernaus finden kann. Folgende Exemplare sind mir bekannt geworden (die eingeklammerten habe ich nicht eingesehen): 1702 — 1707 Zool. Mus. Berlin, Museum Heineanum, (J. Moyat) 1716 H. Schalow, (J. Moyat, U. B. Erlangen, U. B. Rostock) 1720 Zool. Mus. Berlin, U. B. Göttingen, (J. Moyat) 1754 H. Schalow 1768 (J. Moyat) 1796 H. Schalow 1797 F. von Lucanus, (J. Moyat) Den Herren Jacob Moyat in Mainz, Oberstleutnant a. D. von Lucanus in Berlin und Prof. Herman Schalow in Berlin möge auch an dieser Stelle für die wertvolle Hilfe, die sie mir bei meinen Untersuchungen zuteil werden liefsen, mein herzlicher Dank ausgesprochen sein.Google Scholar
  15. 1).
    Andere Teile sind aus dem Buche v. Göchbausens (1710), wieder andere aus dem dritten Buch von E. Königs Georgica Helvetica Curiosa (Basel 1706) gestohlen.Google Scholar
  16. 1).
    Diese Widmung richtete von Pernau an seinen Freund Albrecht Carl Stockhorner Freiherrn von Starein (geb. zu Coburg 1680), dessen Familie wie die der Freiherren von Pernau ibres evangelischen Bekenntnisses wegen aus Oesterreich geflüchtet war (1669) und im protestantischen Mitteldeutschland ein Asyl gefunden hatte.Google Scholar
  17. 1).
    Part of a Letter from the Reverend W. Derham F. R. S. to Dr. Hans Sloane, R. S. Secr. concerning the Migration of Birds; Philosophical Transactions Nr. 315, 1708, p. 123–124.Google Scholar
  18. 1).
    Ebenso der „Landlust“ (p. 1–85).Google Scholar
  19. 1).
    Vgl. hierzu O. Schnurre, Die Vögel der deutschen Kulturlandschaft, 1921, p. 108–109.Google Scholar
  20. 2).
    Nach der „Landlust“ (1720); im „Unterricht“ (1707) findet sich eine etwas andere Reihenfolge.Google Scholar
  21. 1).
    Zorn studierte 1716 in Altdorf, 1717 in Jena Philosophie. Str.Google Scholar
  22. 1).
    Dieser „Brief“ ist an Franz Ernst Brückmann (1697–1753) gerichtet, der seiner Bewunderung für Zorns Petinotheologie im 17. und 18. Reisebrief der 2. Centurie („sistens Aves Sylvae Hercynicae“ und „sistens Aves in Germania obvias“) Ausdruck verliehen hatte und sich auch später noch (im 59. und 61. Reisebrief) mit Antworten und Fragen ornithologischer Natur an Zorn als den besten Vogelkenner jener Tage wandte.Google Scholar
  23. 3).
    A. Newton, A Dictionary of Birds, IV, 1896, Introduction p. 16 Anm. 3. Newton erwähnt übrigens in seinem geschichtlichen Abriss der Ornithologie auch ein so wundervolles Werk wie Kaiser Friedrichs II. „De arte venandi cum avibus“ mit keiner Silbe!Google Scholar
  24. 1).
    In seinem Schriftenverzeichnis führt Zorn nicht weniger als 185 Titel auf.Google Scholar
  25. 1).
    Ergänzt werden diese Angaben im II. Bande durch die Zugbeobachtungen im Herbst 1741 (p. 162–166) und Frühjahr 1741 und 1742 (p. 186–192).Google Scholar

Copyright information

© Verlag der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft 1925

Authors and Affiliations

  • Erwin Stresemann

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