Advertisement

Springer Nature is making Coronavirus research free. View research | View latest news | Sign up for updates

Über die in den Nieren Tuberkulöser zu beobachtenden anämischen Rindenherde und Schrumpfungen

  • 15 Accesses

  • 1 Citations

This is a preview of subscription content, log in to check access.

Literaturverzeichnis

  1. 1)

    Orth, Berl. klin. Wochenschr.1, 24 1906. —D. Nasse, Virchows Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol.105, S. 173.

  2. 1)

    A. Heyn, Über disseminierte Nephritis bacillaris Tuberkulöser ohne Nierentuberkel. Virchows Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol.165. 1901.

  3. 1)

    Litten, Zentralbl. f. klin. Med.1. 1880 und Virchows Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol.83. 1881; angeführt nachE. Kaufmanns Lehrbuch der speziellen pathologischen Anatomie.

  4. 1)

    Dann sind die Herde nicht streifen- oder keilförmig, sondern haben die Gestalt eines gleichschenkeligen Trapezes, dessen Basis der Nierenoberfläche zugekehrt ist.

  5. 1)

    Auffallend ist, daß es sich bei diesen Fällen um junge Individuen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren handelte. Eine “Arteriosklerose” in diesem Alter wäre immerhin eine auffallende Erscheinung. Es sei hier anG. Liebermeister (Virchows Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol.197. 1909) erinnert, der die Vermutung ausspricht, daß manche Formen der Arteriosklerose auf tuberkulöser Basis beruhen.

  6. 2)

    Bei jüngeren solchen Herden kommt noch das auffallende Erhaltensein der Glomeruli in Betracht im Gegensatz zu den weitgehenden Veränderungen an den tubulären Elementen, während bei arteriosklerotischen Schrumpfherden die Knäuel zum größten Teil verödet sind.

  7. 1)

    Ausgenommen sind die in Gruppe I unter 1. beschriebenen Herde.

  8. 2)

    W. Ceelen, Virchows Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol.219. 1915.

  9. 1)

    Vgl. hierzu das auf S. 655 und in der Fußnote daselbst Gesagte.

  10. 1)

    A. Heyn, Virchows Arch. f. pathol. Anat u. Physiol.165. 1901. —O. Lubarsch, Arbeiten aus der patholog.-anatomischen Abteilung des königlich hygienischen Institutes zu Posen, 1901, beschreibt auf S. 14 und 15 ebenfalls Narbenbildungen in der Nierenrinde bei jüngeren Individuen, die keine Spur von Arteriosklerose, Herzklappenveränderungen oder Thrombenbildungen im Herzen darboten. Er faßt diese Narben teils als geheilte Tuberkel auf, teils aber “ist es andererseits nicht auszuschließen, daß sie einfache, durch den Tuberkelpilz oder seine Gifte hervorgebrachte Entzündungsherde sind”.

  11. 1)

    Da die unter c) hier erwähnten Herde den in dieser Gruppe unter 1. beschriebenen nicht nur makroskopisch, sondern auch histologisch ähnlich sind, wäre zu überlegen, ob nicht auch die letzteren Herde auf einer interstitiell ablaufenden Entzündung beruhen, in deren Verlaufe es erst zu den bei diesen Herden anzutreffenden Gefäßveränderungen kommt. Ich glaube jedoch daß die Drosselung des Blutstromes beim Zustandekommen dieser Herde dasPrimäre darstellt, und verweise dazu auf die weitgehende Analogie mit den vonOrth undCeelen beschriebenen Herden, wo es ebenfalls infolgepartiellen Verschlusses der zuführenden Arterie zu den gleichen Veränderungen am Parenchym und Interstitium der Rinde kommt.

  12. 2)

    Manchmal zeigt die Glomeruluskapsel eine leichte fibröse Verdickung nach außen zu.

  13. 1)

    G. Liebermeister, Virchows Arch. f. pathol. Anat. u. Physiol.197. 1909.

  14. 1)

    Zu erwähnen wären noch die Gefäßveränderungen, die nur auf die Herde beschränkt waren. Es fand sich eine deutliche Intimaverdickung der mittelgroßen Arterien, die an den außerhalb der Herde gelegenen Gefäßen fehlte. Ich glaube nicht, daß man diese Gefäßveränderungen für das Zustandekommen der Schrumpfungen verantwortlich machen darf, zumal auch die wenigen erhaltenen Glomeruli keine Hyalinisierung und Verödung ihrer Schlingen zeigen. Ferner war die linke Niere vollkommen glatt und zeigte keine Absumptionen. Es dürfte sich eher um einen sekundären Vorgang an den Gefäßen handeln, und zwar so, daß die Gefäße eines Rindenbezirks, der außer Funktion gesetzt wurde, zu veröden beginnen.

  15. 1)

    Nur die durch tuberkulöse Peri- und Endangitis mit unvollkommenen Gefäßverschluß verursachten Rindenherde wird man z. T. erkennen, wenn sich an ihrer Spitze ein schon makroskopisch deutlich sichtbarer Tuberkel befindet.

Download references

Author information

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Cite this article

Spring, K. Über die in den Nieren Tuberkulöser zu beobachtenden anämischen Rindenherde und Schrumpfungen. Virchows Arch. path Anat. 261, 649–665 (1926). https://doi.org/10.1007/BF01892199

Download citation