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Die Wirkung des Theophyllins auf die Chlorid- und Wasserausscheidung

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Zusammenfassung

  1. 1.

    Die charakteristische und konstante Einwirkung der Xanthinderivate auf die Nieren besteht in einer erheblichen Zunahme der Chloridausscheidung, und zwar unabhängig davon, ob die Wasserausscheidung eine größere oder nur eine kleinere Zunahme erfährt. Gleichzeitig wird gewöhnlich ein Sinken der Cl-Konzentration im Serum wahrgenommen. Die erhebliche Zunahme der Chloridausscheidung bewirkt oft, daß die Konzentration des Chloridgehalts des Harnes von einem niedrigeren Werte als demjenigen der Cl-Konzentration im Serum bei ausgiebiger Diurese auf einen Wert hinaufgeht, welcher denjenigen der Cl-Konzentration im Serum erheblich übersteigt.

  2. 2.

    Von dem gesamten Chloridbestand des Organismus ist jeweils nur ein kleiner Teil für die Ausscheidung durch die Nieren “disponibel” vorhanden. Die nach Eingabe eines Xanthinderivates zur Ausscheidung gelangende Menge Cl hängt von der Menge der für die Ausscheidung “disponibel” vorhanden seienden Cl-Menge ab; falls die “disponible” Cl-Menge mittels Zufuhr von Chlorid in die Blutbahn vergrößert wird, gelangt dieses Chlorid, je nachdem es eingeführt wird, fast sofort zur Ausscheidung.

  3. 3.

    Bei kontinuierlicher Infusion von isotonischen oder schwach hypo- bzw. hypertonischen NaCl-Lösungen in die Blutbahn findet eine erhebliche Retention von Wasser und NaCl in den Geweben statt, sowie auch eine Vergrößerung des Volumens und des totalen NaCl-Gehalts des Blutes. Nach Eingabe eines Xanthinderivates bei dem Beginn der Infusion kommen diese charakteristischen Änderungen nicht zum Vorschein.

Das Xanthinderivat übt also eine regulierende Tätigkeit aus, indem es die durch die Infusion von Natriumchloridlösungen entstehenden Wirkungen beseitigt.

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Möller, K.O. Die Wirkung des Theophyllins auf die Chlorid- und Wasserausscheidung. Archiv f. experiment. Pathol. u. Pharmakol 126, 180–203 (1927). https://doi.org/10.1007/BF01865556

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