Strophanthinempfindlichkeit bei Blutkalkveränderungen (insbesondere durch A. T. 10)
Zusammenfassung
- 1.
In dieser Arbeit wurde versucht, die Beziehungen zwischen Blutkalkspiegel und Strophanthinempfindlichkeit beim Warmblüter quantitativ genau darzustellen. Es wurden hierzu zunächst Versuche mit künstlicher Erhöhung des Blutkalkspiegels an Katzen angestellt und die dabei auftretende Verstärkung der Strophanthinwirkung für zwei verschiedene Formen von Hypercalcämie beschrieben: einerseits für langdauernde Hypercalcämien, hervorgerufen auf endogenem Wege durch Fütterung mit A. T. 10, andererseits für kurzdauernde Hypercalcämien, hervorgerufen durch intravenöse Zufuhr von Calciumchlorid.
- 2.
Die Prüfung der Calciumwirkung erfolgte am Ganztier und am isolierten Herzen (Herz-Lungenpräparat). Es zeigte sich, daß unter diesen verschiedenen Bedingungen die Calciumwirkung nicht die gleiche ist, sondern daß am isolierten Herzen erst höhere Grade von Hypercalcämie als am Ganztier die gleiche Wirkung hervorrufen. Inwieweit dies mit einer Beeinflussung der Glykosidverteilung durch Calcium am Ganztier zusammenhängt, wird erörtert und in entsprechenden Versuchen (vagotomierte Tiere) experimentell geprüft.
- 3.
Abgesehen von der Erhöhung des Blutkalkgehalts wurde in den Versuchen mit A. T. 10 noch die Frage berücksichtigt, inwieweit auch Veränderungen im Herzen selbst im Gefolge der A. T. 10-Vergiftung (Verkalkungen, Änderungen des Herzcalciums und andere Wirkungen) von Einfluß auf die Strophanthinempfindlichkeit sind.
- 4.
Abschließend folgen Bestimmungen der Strophanthintoxizität bei künstlich erniedrigtem Blutkalkspiegel (Parathyreoidektomie).
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