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Über den Wirkungsmechanismus des Arsens und verwandter Elemente

VII. Mitteilung: Die Arsenwasserstoffhämolyse —eine Wirkung kolloiden Arsens

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Literatur

  1. 1)

    Lecoq, Cpt. rend. hebdom. des séances de l'acad. des sciences 1910, Bd. 150, S. 887. — F. Külz, Arch. f. exp. Pathol. u. Pharmakol. 1921, Bd. 89, S. 111.

  2. 1)

    Lecoq, Chem. Zentralbl. 1910, Bd. I, 2, S. 1681.

  3. 2)

    Auger,Ebenda 1910, Bd. II, 2, S. 2033.

  4. 3)

    In unseren Versuchen wurden der Alkoholersparnis halber nur etwa 600 ccm absoluten Alkohols in fünf Portionen zum Waschen verwendet.

  5. 1)

    Der Ersatz durch diese Lösungen geschah nachträglich, nachdem die Arsenlösung schon eine Zeitlang mit den Blutkörperchen in Berührung war. Die Blutkörperchen wurden dann durch Zentrifugieren von der bisherigen Lösung getrennt und in den neuen Lösungen aufgeschwemmt.

  6. 1)

    Es sei noch bemerkt, daß außer den Phosphatkontrollen auch noch Kontrollversuche mit Natriummetarsenit und Natriumarseniat bei entsprechender Phosphatpufferung angesetzt wurden. die bis zu einer Konzentration von 1/30 Mol pro Liter in entsprechenden Zeiten nicht hämolysierten. Die Sauerstoffverbindungen des Arsens kommen also auch in derart hohen Konzentrationen als hämolytisches Agens nicht in Frage.

  7. 2)

    R. Labes, Arch. f. exp. Pathol. u. Pharmakol. 1928, Bd. 127, S. 141.

  8. 3)

    Derselbe, Bd. 129, S. 185.

  9. 1)

    Das zeitliche Zusammenfallen zwischen Kolloidbindung an die Blutkörperchen und der Ausflockung der blutkörperchenfreien Kolloidlösung ist eine Besonderheit dieses Kolloidpräparates, die wir z. B. bei dem nach Raffo hergestellten kolloiden Schwefel nicht kennen gelernt haben. Beim Schwefel trat ja die zur Hämolyse führende Wechselwirkung zwischen Blutkörperchen und Schwefelteilchen in einem Zeitpunkt ein, in dem die blutkörperchenfreie Kontrolle noch keinerlei Neigung zeigte, sich niederzuschlagen. Diese Besonderheiten der einzelnen Kolloidpräparate brauchen durchaus nicht für den Schwefel oder das Arsen als solche charakteristisch zu sein, sondern können auf der jeweiligen Darstellungsmethode beruhen, von der es abhängt, was für Ionen von den Kolloidteilchen absorbiert sind, die die elektrische Aufladung und den Dispersitätsgrad derselben mitbestimmen.

  10. 1)

    Bei Phosphatpufferung des Ringers: Na2HPO4/NaH2PO4=1∶2 werden Rinderblutkörperchen selbst durch einen Gehalt von 1/20 Mol H2O2 pro Liter nach 1 Tage bei Zimmertemperatur nicht hämolysiert, während bei dem Pufferungsverhältnis 2∶1 noch 1/300 Mol hämolysieren kann. Auffallend ist dabei, daß 1/6 Mol H2O2 langsamer die Blutkörperchen aufzulösen scheint als 1/100 Mol.

  11. 1)

    Die katalasehemmende Eigenschaft des Schwefelwasserstoffes hat bereits Schönbein, (Journ. prakt. Chem. 1863, Bd. 89, 1, S. 323) beobachtet. Die katalasehemmende Wirkung des Arsenwasserstoffes selbst scheint nicht untersucht zu sein, wohl aber ist eines seiner Oxydationsprodukte, nämlich die arsenige Säure nach G. Senter (Proc. of the roy. soc. of London 1904, Bd. 74, S. 201) ein Gift der Blutkatalase. Nach Fr. Seligsohn (Biochem. Zeitschr. 1926, Bd. 168, S. 457) scheint auch das Jod in statu nascendi das wasserstoffsuperoxydspaltende Enzym des Blutes zu schädigen. Der Phosphor setzt nach C. G. Santesson (Skandinav. Arch. f. Physiol. 1915, Bd. 32, S. 406) die Peroxydspaltung durch die Muskelkatalase des Frosches herab.

  12. 2)

    H. Wieland (Ergebn. d. Physiol. 1922, Bd. 20, S. 1922. Ber. d. Dtsch. Chem. Ges. Bd. 45, S. 484; Bd. 46, S. 3327; Bd. 47, S. 2085; Bd. 54, S. 2253; Bd. 55, S. 3639) hat die Beziehung zwischen zahlreichen Dehydrierungsvorgängen von organischen und anorganischen Verbindungen und der Wasserstoffperoxydbildung untersucht. S. auch S. Hennichs, Biochem. Zeitschr. 1926, Bd. 171, S. 314.

  13. 3)

    O. Loew (U. S. Dep. of Agric. Rep. 1901, Bd. 68) hat als erster besonders eingehend auf die Schutzwirkung der Katalase hingewiesen.

  14. 4)

    Cyankali ohne Wasserstoffsuperoxyd hämolysiert nicht; es verhindert vielmehr lange Zeit die Spontanhämolyse. Im Gegensatz zum Kaninchenblut wird die Wasserstoffsuperoxydempfindlichkeit von Rinderblut durch Cyankali fast überhaupt nicht gesteigert.

  15. 1)

    Ob die entstandenen Elemente infolge kolloidchemischer Wechselwirkungen nun lediglich die Zellstruktur schädigen, oder ob sie auch direkt auf die Enzyme wirken, habe ich bisher im einzelnen nicht weiter verfolgt, halte diese Möglichkeit aber für durchaus naheliegend. In einer späteren Arbeit wird gezeigt werden, daß das in unmittelbarer Nähe von Fermenten naszierende elementare Selen und Tellur die betreffenden Enzyme zu lähmen im Stande ist, und so könnten auch die unmittelbar an den Oxydationsorten entstehenden Elemente Arsen und Schwefel auf die dort vorhandenen Oxydasen einwirken.

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Labes, R. Über den Wirkungsmechanismus des Arsens und verwandter Elemente. Archiv f. experiment. Pathol. u. Pharmakol 131, 322–334 (1928). https://doi.org/10.1007/BF01859724

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