Experimentelle Untersuchungen über die luetische Keratitis parenchymatosa mit besonderer Berücksichtigung der Invasionswege der Erreger
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Zusammenfassung
Bei meinen Versuchen über experimentelle Keratitis luetica zerlegte ich sämtliche Fälle mit positivem Impfresultat in drei Gruppen. Bei der 1. Gruppe ist die entzündliche Hornhauttrübung regelmäßig vom Limbus ausgegangen. Die 2. Gruppe stellt einen Krankheitsprozeß dar, der sich durch eine Granulombildung an der Hornhaut auszeichnete. Und in der 3. Gruppe handelt es sich um eine Keratitis, die wesentlich mit einer scheibenförmigen Hornhauttrübung in der zentralen Partie einherging.
Die in die Vorderkammer geimpften Spirochäten werden frühzeitig in dem Lymphspaltennetz der corneoskleralen Grenze einen günstigeren Boden für ihre weitere Vermehrung finden, um dann den dadurch bedingten Krankheitsprozeß vom Limbus nach der Mitte zu entfalten.
In jeder Form der experimentellen Keratitiden ist der Limbus corneae immer als die Hauptpforte für die Invasion der Spirochäten in die Hornhaut aufzufassen, soweit sie sich relativ frühzeitig im vorderen Teil des Parenchyms nachweisen lassen. Es ist überhaupt schwer annehmbar, daß die Spirochäten von der Vorderkammer her durch die Deszemet hindurch vordringen.
Bei der experimentellen Keratitis luetica beruht der eigentliche Krankheitsprozeß ohne oder mit der retrocornealen Endothelwucherung höchstwahrscheinlich auf der direkten Wirkung der Toxine, die hier durch Untergang der Spirochäten in loco entstanden sind.
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