Vermehrung des Hypophysenhinterlappenhormons im Blute und Art und Schwere der klinischen Erscheinungen bei der Nephropathie und Eklampsie der Schwangeren
- 19 Downloads
- 5 Citations
Zusammenfassung
- 1.
Es wird über die Auswertung der antidiuretischen Komponente des Hypophysenhinterlappenhormons und der blutdrucksteigernden Substanz im Blute von 21 Schwangeren mit Nephropathie und Eklampsie berichtet. Der Nachweis der antidiuretischen Substanz gelangt in allen Fällen, die klinische Ödeme aufwiesen, allerdings in 2 Fällen nicht immer regelmäßig.
- 2.
Der Gehalt des Blutes an der antidiuretischen Substanz des Hypophysenhinterlappenhormons beträgt nach unserer Methode in schweren Fällen 6-8 V. E., in leichteren 2-3 V. E. im Liter Plasma.
- 3.
Im Wochenbett läßt sich die antidiuretische Substanz im allgemeinen nach 20–30 Stunden im Blute nicht mehr nachweisen. Eine Ausnahme hiervon bildete eine Wochenbettseklampsie.
- 4.
Im Blute von gesunden Schwangeren und von Schwangeren mit Hydrops konnte die antidiuretische Substanz bisher nicht mit Sicherheit nachgewiesen werden.
- 5.
Es wird auf die Beziehung zwischen dem Gehalt des Blutes an antidiuretischer Substanz und der Schwere des klinischen Krankheitsbildes hingewiesen. Im allgemeinen konnte mit der Besserung der Erkrankung auch eine Abnahme der antidiuretischen Substanz beobachtet werden.
- 6.
In allen Fällen, die klinisch einen Blutdruck über 180 mm Hg zeigen, wurde regelmäßig eine blutdrucksteigernde Substanz nachgewiesen.
- 7.
Die antidiuretische Komponente des Hypophysenhinterlappenhormons und die blutdrucksteigernde Substanz können unabhängig voneinander im Blute vorkommen.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.