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Klinische Wochenschrift

, Volume 19, Issue 29, pp 742–745 | Cite as

Zwei Fälle von Herz-Bzw. Perikardverletzung

  • J. Kupas
  • S. Stonkus
Kasuistische Mitteilungen

Zusammenfassung

Es wird über 2 Fälle berichtet, von denen einer eine isolierte Stich- bzw. Schnittverletzung des Pericardium parietale, der andere eine Wunde der rechten Herzkammer hatte. Im letzteren Falle war eine ausgesprochene Herztamponade vorhanden, deren Erscheimmgen nach dem Freimachen des Herzens rasch verschwanden. Der Wundkanal verlief etwa 2 cm vom Herzspitzenrand entfernt, und betraf anscheinend nur den Myokard. Die Herznaht wurde nicht ausgeführt. Als Vorsichtsmaßnahme wurde eine Öffnung zwischen Herzbeutel und Bauchhöhle freigelassen. In beiden Fällen war das Brustfell intakt.

Nach der Operation erhielten wir bei eingetretener hämorrhagischer Perikarditis in allen 3 Ableitungen ein Ekg. mit hohem Abgang der Endschwankungen von der Anfangsschwankung. Die S — T-Strecke war nach oben konkav. Im Ekg. trat keine Grenze zwischen Diastole und Systole in Erscheinung. Diese Veränderungen dauerten nicht über 2 Wochen, denn nach dem Verschwinden des Perikardexsudates erhielten wir wieder das übliche Ekg. mit negativen T-Zacken. — Beide Kranke wurden gesund und arbeitsfähig, nur mit geschwächter Herzfunktion.

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Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1940

Authors and Affiliations

  • J. Kupas
    • 1
    • 2
  • S. Stonkus
    • 1
    • 2
  1. 1.I. Chirurgischen Universitätsklinik zu KaunasLithuania
  2. 2.Medizinischen UniversitätsklinikLithuania

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