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Kreislaufstörungen in der Fleckfiebergenesungszeit

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Zusammenfassung

  1. 1.

    Nach den Erfahrungen an 500 Fleckfiebergenesenden (1–3 Monate nach Krankheitsbeginn) sind die kardiovasculären Störungen nach der Erkrankung häufiger zu beobachten als die rein nervösen.

  2. 2.

    Im Ruheelektrokardiogramm lassen sich bei 21% der Genesenden mit Herzbeschwerden eine allerdings meist geringe Veränderung der Nachschwankung, in 10% eine stärkere Aufsplitterung der Hauptschwankung und in 6% eine Vorhof-Kammer-Überleitungsstörung finden. Der Arbeitsversuch (140 Fälle) führt trotz dabei auftretender Schmerzen nur in 1,4% zu einer Elektrokardiogrammveränderung. Da überdies die Headschen Zonen bei den schmerzhaften Herzsensationen im Gegensatz zur typischen Angina pectoris besonders ausgeprägt sind, wird eine Veränderung in den Herzganglien als häufige Ursache der Beschwerden angenommen.

  3. 3.

    In Versuchen am Kipptisch (300 Fälle) finden sich keine Anhaltspunkte für eine Störung der Nebennierenfunktion oder der Kreislaufperipherie in der Fleckfiebergenesungszeit, dagegen kann in vielen Fällen (35%) bei Kopftieflage ein Blutdruckabfall festgestellt werden, der als Zeichen einer Reaktion des Carotissinus oder der Kreislaufzentren auf allzu hohen Druckanstieg im Gehirngefäßgebiet zu deuten ist. Dieser Druckanstieg kann durch Messungen an den Retinalarterien objektiviert werden.

  4. 4.

    Bei Arbeit kommt es bei Fleckfiebergenesenden im Gegensatz zu anderen Vasolabilen gar nicht oder nur sehr wenig zum Blutdruckanstieg im Gehirngefäßgebiet, obwohl der Druck in den großen Gefäßen hohe Steigerungen erfährt.

  5. 5.

    Die verschiedenen Wirkungen der Medikamente Sympatol, Strychnin, Nebennierenrindenpräparat und Coffein auf die Beschwerden der Fleckfiebergenesenden belegen die aus anderen Untersuchungen abgeleiteten Annahmen.

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Literatur

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Siedek, H., Kasperczik, K. & Fanta, H. Kreislaufstörungen in der Fleckfiebergenesungszeit. Klin Wochenschr 22, 179–182 (1943). https://doi.org/10.1007/BF01773650

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