Über die Elektrophänomene am isolierten Kaninchensamenleiter
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Zusammenfassung
- 1.
Bei Ableitung der Elektrophänomene vom isolierten Kaninchensamenleiter zum Saitengalvanometer erzielt man unabhängig vom Auftreten oder Ausbleiben mechanischer Effekte ein Elektrogramm, das ich vorschlage, als „Elektrospermatoduktogramm“ zu bezeichnen.
- 2.
Das Auftreten von Aktionsströmen kann als elektrische Äußerung der am Samenleiter ablaufenden Erregungsvorgänge betrachtet werden; andere Erklärungsmöglichkeiten, nämlich etwaige Muskeldehnungsoder Muskeldeformationsströme usw., kann man füglich in Abrede stellen.
- 3.
Bei diphasischer Ableitung sind die Aktionsstromkurven grundsätzlich von diphasischer Natur, wobei die Richtung der einzelnen Phasen nicht immer konstant ist. Dies spricht dafür, daß die Erregungsvorgänge des Samenleiters nicht als verharrend, sondern als progressiv betrachtet werden müssen, ferner daß die Richtung der Progression je nach den Umständen verschieden ist.
- 4.
Wenn man die Aktionsströme monophasisch ableitet, so zeigt das Elektrospermatoduktogramm prinzipiell Monophasie; bisweilen jedoch wechselt das Bild.
- 5.
Die anscheinend verschiedenen mechanischen Effekte zeigen kein spezifisches Elektrospermatoduktogramm und die mechanischen und elektrischen Effekte gehen nicht immer parallel.
- 6.
Nach der bisherigen Analyse handelt es sich bei normaler Reaktion der Samenleitermuskulatur weder um Tetanus noch um Tonus, sondern um Einzelkontraktionen mit zwei- bis dreifacher Superposition oder auch ohne solche.
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