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Wie stellt sich der Gerichtsarzt zum Status thymo-lymphaticus?

Zusammenfassung

  1. 1.

    Der Status thymo-lymphaticus kann als solcher nicht geleugnet werden.

  2. 2.

    Er ist als Konstitutionsanomalie nicht zu beweisen, vielmehr wohl „als normaler Zustand des gesunden, jungen, gutgenÄhrten Menschen“ (Groll) anzusehen.

  3. 3.

    In 40% von Status thymo-lymphaticus fand sich ein Status digestionis, der wegen reichlicher Sekretansammlung im Interstitium der Thymusdrüse und Vermehrung von Eosinophilen in einem gewissen AbhÄngigkeitsverhÄltnis stehen könnte.

  4. 4.

    Die Bedeutung des Status thymo-lymphaticus für den Gerichtsarzt liegt in seinem Vorhandensein bei plötzlichen TodesfÄllen, Selbstmorden, UnglücksfÄllen und den etwaigen fraglichen Verdachtsmomenten für eine strafbare Handlung.

  5. 5.

    Der Status thymo-lymphaticus darf nur in seltensten FÄllen als ursÄchliches Moment für den Tod gewertet werden. (Mechanischer Thymustod bei Kindern.)

  6. 6.

    Bei Erwachsenen ist der Status thymo-lymphaticus als Todesursache abzulehnen.

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Krüger, E. Wie stellt sich der Gerichtsarzt zum Status thymo-lymphaticus?. Dtsch. Z. ges. gerichtl. Med. 8, 116–128 (1926). https://doi.org/10.1007/BF01761555

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