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Der Einfluß von gonadotropem Hormon auf das Corpus luteum der Frau

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Zusammenfassung

Als Hinweis auf die Fähigkeit des chorialen gonadotropen Hormons, die Lebensdauer des Corpus luteum zu verlängern, also aus dem Gelbkörper des Zyklus das Corpus luteum graviditatis zu machen, werden folgende Beobachtungen angeführt:

  1. 1.

    In Fällen von Chorionepitheliom, bei denen gegenüber der normalen Schwangerschaft die Prolanbildung häufig stark erhöht, die Bildung von Follikelhormon aber erniedrigt ist, finden sich oft mehrere Gelbkörper oder Inseln von Luteingewebe in gutem Erhaltungszustand vom Aussehen eines Schwangerschaftsgelbkörpers. Ein solcher Fall wird beschrieben; bei ihm konnte vor der Operation (Entfernung von Uterus und Adnexen) ein sehr niedriger Follikelhormon-Spiegel im Harn festgestellt werden.

  2. 2.

    Der Harn von Frauen mit utero-placentarer Apoplexie enthält auffallend große Mengen von Prolan; dementsprechend wurde im Schrifttum auf den sehr guten Erhaltungszustand des zugehörigen Corpus luteum hingewiesen.

  3. 3.

    Frauen im Alter von 47–49 Jahren erhielten 14 500–20 000 RE choriales gonadotropes Hormon sowie eine Schwangerenbluttransfusion. Im ersten Fall ließ sich ein Einfluß des Prolans auf den Gelbkörper nicht sicher erkennen, wohl auch deshalb, weil die Behandlungszeit im Verhältnis zum Zyklus schlecht gewählt war. Die doppelten Gelbkörper des zweiten und dritten Falles wiesen dagegen Veränderungen auf, die als Zeiche der Prolanwirkung zu deuten sind: sie waren zum Teil besser erhalten, als dem Zyklustermin entsprach, und enthielten, wenn auch nicht sehr reichlich, Kolloidkörper.

    Die Behandlung des habituellen Abortes mit gonadotropen Extrakten aus Schwangerenharn scheint demnach berechtigt zu sein. Doch ist aus praktischen Gründen hier das unmittelbar wirksame Corpus-luteum-Hnrmon vorzuziehen.

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Schrifttum

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Büttner, W., Majakos, D. Der Einfluß von gonadotropem Hormon auf das Corpus luteum der Frau. Arch. Gynak. 170, 225–237 (1940). https://doi.org/10.1007/BF01761508

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