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Blutbildungsstudien

I. Mitteilung. Arsen und Blutbildung Eine neue Methode zur Erprobung von Heilmitteln bei Anämien

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  • 5 Citations

Zusammenfassung

  1. 1.

    Es wird eine neue Methode für die Untersuchung der Blutbildung des Menschen angegeben. Untersuchungsobjekt ist der gesunde Mensch, Untersuchungstest der auf bestimmte Maßnahmen erfolgende Anstieg der Reticulocyten.

  2. 2.

    Arsen ruft in hohen Dosen eine mächtige Vermehrung der Reticulocyten im peripheren Blut hervor. Es wird daraus auf eine durch das Arsen bewirkte vermehrte Blutbildung geschlossen. Die von den Praktikern immer vertretene, aber noch nie bewiesene Anschauung von der fördernden Wirkung des Argens auf die Blutbildung des Menschen findet so die erste objektive Unterlage.

  3. 3.

    Es zeigte sich ein gewisser Parallelismus zwischen der Blutbeeinflussung und der allgemeinen toxischen Wirkung des Arsens. Anstieg der Reticulocytenzahl erfolgte in der Regel nur gleichzeitig mit dem Einsetzen anderer toxischer Erscheinungen. Die Reticulocytenvermehrung im peripheren Blut entsprach in ihrem Ausmaß im großen und ganzen der Schwere der Arsenvergiftung.

  4. 4.

    Durch die Verwendung langsam steigender Dosen lassen sich infolge der Gewöhnung die toxischen Arsenerscheinungen meiden oder mindern. Eine Beeinträchtigung der Blutwirkung findet dabei nicht statt.

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Wichels, Höfer, I. Blutbildungsstudien. Klin Wochenschr 12, 591–593 (1933). https://doi.org/10.1007/BF01757882

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