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Die Bluteindickung beim Verbrennungsspättod

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die Bluteindickung durch Plasmaausscheidung ins Gewebe ist bei der Verbrennung am Lebenden häufig, aber an der Leiche nur vonTappeiner (1881) und vonZinck (1940) untersucht worden.

  2. 2.

    Neuerdings haben auch wir unser Augenmerk an der Leiche hierauf gerichtet. Allerdings haben wir im Gegensatz zuTappeiner die Bluteindickung nicht am Herzblut beider Herzhälften und nicht am Blute der großen Venenstämme bestimmt, und im Gegensatz zuZinck nicht am Blute der Cubitalvene, sondern nur am Blute der rechten Herzhälfte, weil an diesem allein sich die zu Lebzeiten eintretenden Veränderungen feststellen lassen — gewissermaßen unabhängig von postmortalen Erscheinungen, wie der Hypostase (in den Venen) und der Blutplasmaverschiebung durch die Totenstarrekontraktion (der linken Kammer).

  3. 3.

    Bei unseren Verbrennungs-Spättodesfällen (Verbrennungen zweiten Grades) ergaben sich Eindickungen mit einem Blutkörperchengehalt von 8–10 Millionen im Kubikmillimeter, was einem Plasmaverlust aus dem Gefäßsystem bis zu 2 1 entspricht.

  4. 4.

    Durch die angewandte Technik (vereinfachtes Hämatokritverfahren) gestaltet sich die Bestimmung einfacher als die Hb-Bestimmung bzw. das Blutkörperchenzählen, so daß der Befund der Bluteindickung bei Verbrennungsleichen nun regelmäßig erhoben werden könnte.

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Literaturverzeichnis

  1. Albers, H., Normale und pathologische Physiologie im Wasserhaushalt der Schwangeren. Leipzig: Georg Thieme 1939.

  2. Eppinger, Seröse Entzündung. Wien 1935.

  3. Ewig, W., Verh. dtsch. Ges. Kreislaufforsch. Bad Nauheim 1938.

  4. Lesser, Arb. physiol. Inst. Leipzig1880.

  5. Ponsold, A., Dtsch. Z. gerichtl. Med.26 (1936);29 (1938);34 (1940).

  6. Reuter, F., Friedreichs gerichtl. Med.51 (1900).

  7. Tappeiner, Zbl. med. Wiss.1881, Nr 31.

  8. Zinck, K. H., Pathologische Anatomie der Verbrennung. Jena 1940.

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Ponsold, A. Die Bluteindickung beim Verbrennungsspättod. Dtsch. Z. ges. gerichtl. Med. 35, 75–82 (1942). https://doi.org/10.1007/BF01757834

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