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Über die Summation der Erregungen im Nervenmuskelpräparat

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Zusammenfassung

Ein Nervenabschnitt eines Nervenmuskelpräparates wurde der Alteration durch konstanten Strom unterworfen. Es konnte hierbei eine solche Polarisationstiefe erzielt werden, daß maximale Einzelreizungen des proximalen Nervenendes keine Zuckungen hervorriefen, während tetanische Reizungen von verschiedenem Rhythmus (von 10–250 pro Sekunde) eine eigentümliche kontrakturartige Kontraktion auslösten.

Die elektrophysiologische Analyse zeigte, daß in diesem Polarisationsstadium die Nervenimpulse auch bei Einzelreizungen den Alterations-abschnitt passieren und den Muskel erreichen können, jedoch die Fähigkeit verlieren Zuckungen auszulösen. Die als Antwort auf eine Tetanisierung des Nerven sich einstellende Muskelkontraktion stellt einerseits das Resultat einer Bahnung der im alterierten Abschnitt veränderten Impulse in der myoneuralen Verbindung dar, anderseits aber eine Summation von deren eigentümlicher kontrakturartiger Wirkung auf den Muskel.

Die erhobenen Befunde beweisen die Ungültigkeit des „Allesoder Nichtsgesetzes“ für den Nerven und eine eigenartige Kontrakturwirkung abgeschwächter Impulse auf den Muskel.

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Zum Schluß sei es mir gestattet, Herrn Prof.D. S. Woronzow für seine Hilfe und Anleitung bei der Durchführung der vorliegenden Arbeit meinen innigsten Dank auszusprechen.

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Swerdloff, S.M. Über die Summation der Erregungen im Nervenmuskelpräparat. Pflüger, Arch. 232, 574–590 (1933). https://doi.org/10.1007/BF01754811

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