Über die Ursache der respiratorischen Arrhythmie
- 114 Downloads
- 5 Citations
Zusammenfassung
Es wird ein Pulsverstärker angegeben, der eine genaue fortlaufende Registrierung der Herzfrequenz bei kleineren Versuchstieren mit dem Pulszeitschreiber vonFleisch gestattet.
Bei normalen wie bei vagotomierten Kaninchen und Katzen wurden gut ausgeprägte respiratorische Schwankungen der Herzfrequenz festgestellt.
Eine Stenosierung der Atmung hatte bei denselben Tieren vor und nach einer Vagotomie stets die gleiche Verstärkung der resp. Arrhythmie zur Folge.
Nach Ausschaltung spontaner Atembewegungen durch Curare trat in allen Fällen bei normalen wie auch bei vagotomierten Tieren eine vollständig gleichmäßige Herztätigkeit in Erscheinung.
Bei normalen und vagotomierten curarisierten Tieren, die stets eine gleichmäßige Herztätigkeit aufwiesen, erzeugte eine rhythmische Kompression des Thorax vermittels einer elastischen Binde das Auftreten von regelmäßigen Frequenzschwankungen, die einer gewöhnlichen resp. Arrhythmie glichen.
Die beschriebenen Befunde sprechen sowohl gegen eine reflektorische als auch gegen eine zentrale Genese der respiratorischen Arrhythmie. Dagegen beweisen sie die eminente Bedeutung, die die atemmechanisch ausgelösten Schwankungen im venösen Rückfluß zum Herzen für das Zustandekommen der resp. Arrhythmie haben.
Es wird die Hypothese aufgestellt, nach welcher der Sinusknoten auf eine auf verstärkter Blutfüllung beruhenden Dehnung mit einer Erhöhung der Frequenz seiner rhythmisch-automatischen Tätigkeit antwortet. Der inspiratorisch gesteigerte Blutzufluß zum Herzen bewirkt somit durch Dehnung der Sinuswandungen eine Frequenzsteigerung des Herzens; der exspiratorisch verminderte Rückfluß zum Herzen bewirkt dagegen durch Entspannung der Sinuswandungen eine entsprechende Verlangsamung der Herztätigkeit.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.