über Wirkungen des Lichtes auf den quergestreiften Muskel
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Zusammenfassung
- 1.
Das ultraviolette Licht vermag bei nichtsensibilisierten Muskeln Dauerverkürzungen hervorzubringen, die den früher beschriebenen anhaltenden Verkürzungen sensibilisierter Muskeln unter dem Einfluß des sichtbaren Lichtes ähnlich sind. Auch diese Verkürzungen kann man als Lichtkontrakturen bezeichnen.
- 2.
Da dieser Vorgang auch bei entnervten Muskeln zustande kommt, ist er von den nervösen Elementen des Muskels unabhängig und stellt eine direkte Wirkung des Lichtes auf die Muskelsubstanz dar.
- 3.
Auf Muskeln, welche in Ringerlösungen mit 0,2% Kaliumchloridgehalt oder in isotonischen Rohrzuckerlösungen reversibel gelähmt sind, wirkt das kurzwellige Licht gleichfalls ein. Daher ist die besprochene Lichtkontraktur von der Erregbarkeit des Muskels unabhängig.
- 4.
Bei abgestorbenen Muskeln dagegen ist das ultraviolette Licht wirkungslos.
- 5.
Während der Kontraktur sinkt die Erregbarkeit des Muskels ziemlich schnell und verschwindet bald vollständig; das tritt schon vor der Erreichung eines dem maximalen Tetanus entsprechenden Verkürzungsgrades ein.
Die vorgenannten Eigentümlichkeiten finden sich auch bei der Lichtkontraktur sensibilisierter Muskeln. Das scheint dafür zu sprechen, daß beide Kontrakturen im wesentlichen auf identischen Vorgängen beruhen.
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