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Löslichkeitsbestimmungen an schwer löslichen Stoffen I. Die Wasserlöslichkeit des Magnesiumoxyds

Zusammenfassung

Die Löslichkeit von Magnesiumoxyd in Wasser wurde neu bestimmt. Die Untersuchung geschah in der Absicht, gleichzeitig eine für Löslichkeitsbestimmungen auch anderer, noch schwerer löslicher Oxyde brauchbare Methode zu ermitteln.

Es ergab sich, dass eine exakte Bestimmung der Löslichkeit des Magnesiumoxyds sowohl gewichtsanalytisch wie alkalimetrisch möglich ist, undzwarletzteres auf Grund derLeitfähigkeitstitration Die Löslichkeitsbestimmung durch Leitfähigkeitstitration lässt sich auch auf noch wesentlich schwerer lösliche Oxyde übertragen.

Verwendung von recht reinem Wasser (≪Leitfähigkeitswasser≫) und Vorbeugung jeden Kohlendioxydzutritts während des Arbeitens erwies sich als wichtig für eine exakte Bestimmung der Löslichkeit. Unter Beachtung dieser Vorsichtsmafsregeln liessen sich auch unmittelbar aus der spezifischen Leitfähigkeit unter Verwendung der Ionenbeweglichkeiten Werte errechnen, die mit den gewichtsanalytisch und konduktotitrimetrisch erhaltenen hinlänglich, übereinstimmen, besonders wenn bei der Auswertung jener auf den (sehr geringen) Kohlendioxydgehalt des verwendeten Leitfähigkeitswassers Rücksicht genommen wurde.

Während früher Koh1rausch auf konduktometrischem Wege etwa 0,2, Fresenius dagegen gewichtsanalytisch 0,45 Millimol pro Liter als Löslichkeit des Magnesiumoxyds gefunden hat, fanden wir nach genügender Ausschaltung der durch Kohlendioxydzutritt bedingten Fehlerquellen den Wert 0,35 Millimol nach der Methode von Kohlrausch und 0,40 Millimol nach der Methode von Fresenius. Nach der von uns erstmalig für Löslichkeitsbestimmungen nutzbar gemachten Methode der Leitfähigkeitstitration fanden wir den Wert 0,39 Millimol pro Liter.

Der zur Zeit fast allgemein als gültig angenommene Wert von Kohlrausch für die Löslichkeit des Magnesiumoxyds ist demnach durch einen etwa doppelt so hohen zu ersetzen. *** DIRECT SUPPORT *** A0025285 00002

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Remy, A., Kuhlmann, A. Löslichkeitsbestimmungen an schwer löslichen Stoffen I. Die Wasserlöslichkeit des Magnesiumoxyds. Fresenius, Zeitschrift f. anal. Chemie 65, 1–24 (1924). https://doi.org/10.1007/BF01740516

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