Vergleichende Untersuchungen über Leberfunktionsprüfungen nach Felix-Teske und von Bergmann-Eilbott (Belastung mittels p-Oxyphenylbrenztraubensäure bzw. Bilirubin)
Zusammenfassung
1. Vergleichende Untersuchungen mittels p-Oxyphenylbrenztraubensäure-und Bilirubinbelastung ergaben weitgehende Parallelität der Ergebnisse (von 19 Fällen 15mal gute Übereinstimmung). Dies spricht unseres Erachtens für eine weitgehende Verläßlichkeit beider Methoden.
2. Differentialdiagnostische Schlüsse lassen die beiden Leberfunktionsproben nach unseren Untersuchungen nicht zu. Hierfür bleibt die genaue Erhebung der Anamnese im Zusammenhang mit den übrigen klinischen Befunden, eventuell Laparaskopie und Probepunktion der Leber, unerläßlich.
3. Eine sichere Parallelität zwischen Schwere des Krankheitsbildes und Grad der p-Oxyphenylbrenztraubensäureausscheidung bzw. Bilirubinretention besteht nicht.
4. Der negative Ausfall dieser Belastungsproben gestattet nicht, die Leber mit Sicherheit für gesund zu erklären.
5. Trotz gelegentlicher Versager wird der Wert dieser beiden Leberfunktionsproben für die Klinik betont, insbesondere im Hinblick auf die Früherfassung latenter Hepatopathien im Sinnevon Bergmanns und die Erkennung von Restschäden nach akuten Leberkrankheiten, die mit den üblichen klinischen Untersuchungsmethoden oft nicht faßbar sind.
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