Springer Nature is making SARS-CoV-2 and COVID-19 research free. View research | View latest news | Sign up for updates

Studien über die Polarisation der Haut

II. Über oszillatorische Ladung der Polarisationskapazität der menschlichen Haut

  • 14 Accesses

  • 9 Citations

Zusammenfassung

  1. 1.

    Es ist möglich, einen menschlichen Körperteil bei der Durchströmung unter einer konstanten Spannung mit einer Spule gewisser Selbstinduktion (10–325 mH) zu elektrischen Schwingungen anzuregen.

    Die Frequenz dieser Schwingungen ist innerhalb gewisser Spannungsgrenzen (etwa 6–14 Volt) unter sonst gleichen Bedingungen so gut wie gänzlich unabhängig von der Stärke der Durchströmung.

    Der bei geringer Selbstinduktion wegen der starken Widerstandsdämpfung anfänglich aperiodische Stromverlauf geht allmählich mit zunehmender Selbstinduktion in den oszillatorischen über, wobei die Frequenz der Schwingungen um so größer, je kleiner die Selbstinduktion ist. Die beobachtete Frequenz beträgt etwa 1300–9100 pro Sek.

    Die Schwingungen sind im allgemeinen infolge des erheblichen Widerstandes sehr stark gedämpft, so daß die deutlich nachweisbaren Polwechsel höchstens nur bis 5 betragen.

    Die Schwingungen liegen im allgemeinen um die Abszissenachse in der Weise asymmetrisch, daß jede Halbperiode für die positive Seite der Abszissenachse länger ist als diejenige für die negative, was an die oszillatorische Ladung eines Kondensators mit schlechter Isolation durch einen Vorschaltwiderstand erinnert. Ferner liegen der auf- und absteigende Ast der halben Schwingung im großen und ganzen, besonders im Anfangsteil des Stromverlaufes zur Maximalordinate beinahe symmetrisch; die Amplitude der ersten halben Schwingung nimmt mit zunehmender Selbstinduktion ab. Die Schwingungen bei derselben Person und bei Anwendung der gleichen konstanten Spannung laufen in guter Annäherung immer auf einen konstanten Endwert auf der positiven Seite der Abszissenachse hinaus.

  2. 2.

    Der Vorgang der genannten Schwingungen wurde in erster Annäherung für die erste Zeit des Stromflusses als die oszillatorische Ladung einer KapazitätK mit unvollkommener IsolationW′ durch einen VorschaltwiderstandW theoretisch behandelt, wobeiK als die konstante, Resultante der Doppelschichtenkapazitäten in der Haut und zwar diejenige im Gebiete der „Initialkapazität“ der Polarisation,W′ als der Widerstand der Haut als Ganzes undW als derjenige der vom Strom durchflossenen inneren Gewebe gedeutet wurden. Die theoretische Folgerung fand hinsichtlich der Schwingungsperiode eine augenfällige experimentelle Bestätigung.

This is a preview of subscription content, log in to check access.

Author information

Additional information

Für sein förderndes Interesse an dieser Untersuchung spreche ich Herrn Prof.Gildemeister meinen aufrichtigsten Dank aus.

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Cite this article

Hōzawa, S. Studien über die Polarisation der Haut. Pflügers Arch. 219, 141–158 (1928). https://doi.org/10.1007/BF01723406

Download citation