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über reflektorisch geregelte Schwankungen der Blutkörperchenmenge

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Zusammenfassung

Die Blutkörperchenmenge wurde bei Pferden nach der Hämatokritmethode in Volumenprozent bestimmt.

Beim übergang von Körperruhe zur Bewegung erfolgt eine sprungweise mit der Intensität der Bewegung zunehmende Steigerung des Blutkörperchenanteils im Blute. Bei übergang von der Bewegung zur Ruhe findet umgekehrt ein Fallen des Blutkörperchenanteils statt.

Die Veränderung der BK-Menge beruht nicht auf Quellungsvorgängen der roten BK, hängt auch nicht allein von Flüssigkeitsverschiebungen zwischen Blut und Geweben ab, sondern beruht auf einer Vermehrung der Anzahl der Erythrocyten im Blut, woraus eine Erhöhung der Gesamtmenge des Blutes gefolgert werden muß.

Diese Erhöhung der BK-Menge erfolgt durch Ausschüttung aus einem Reservoir und ist reflektorisch geregelt. Insbesondere wirken vermehrte Arbeitsleistung und Steigerung der Oxydationen sowie psychische Erregung und Schreck als Reiz.

Aufgeregte und sich gewohnheitsmäßig lebhaft bewegende Tierarten sind deshalb zum Studium dieses Reflexes weniger geeignet als das Pferd. Hingegen gelingt es, die gleiche Erhöhung der BK-Menge im Blut durch Bewegung auch beim Rind nachzuweisen.

Es wird darauf hingewiesen, daß als Reservoir der roten Blutkörperchen entsprechend denBarcroftschen Arbeiten die Milz angesehen werden kann.

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Scheunert, A., Krzywanek, F.W. über reflektorisch geregelte Schwankungen der Blutkörperchenmenge. Pflüger Arch. 212, 477–485 (1926). https://doi.org/10.1007/BF01723153

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