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Quantitative Untersuchungen über den Wettstreit der Sehfelder

III. Mitteilung. Zur Kenntnis der psychologischen Ursachen des Wettstreites

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Zusammenfassung

  1. 1.

    Die in den beiden vorhergehenden Abhandlungen nachgewiesenen physiologischen Faktoren, die den Wettstreit zwischen bunten Farben, sowie zwischen einer bunten und einer tonfreien Farbe in gesetzmäßiger Weise regeln, werden relativ unwirksam bzw. völlig unterdrückt, sobald durch Verwendung verschieden großer Figuren oder einer Figur im Wettstreit mit einer Fläche Gestaltfaktoren in Wirksamkeit treten. Es überwiegt dann nämlich, unabhängig von den übrigen physiologischen Bedingungen immer die Gestalt (im Wettstreit mit einer Fläche) bzw. die stärkere Gestalt d. i. z. B. beim Wettstreit zwischen verschieden großen Quadraten das kleinere, da das größere als Hintergrund des kleineren aufgefaßt wird. Diese Gestaltfaktoren sind auch im exzentrischen Sehen beim Wettstreit, wenn auch in etwas vermindertem Ausmaß, wirksam.

  2. 2.

    Die Erfassung der Figuren im Sinne einer einheitlichen Gestalt bedingt charakteristische Hemmungserscheinungen im Wettstreit.

  3. 3.

    Eine zentrale Ergänzung unterbrochener Figuren zu einem Kontinuum findet nicht statt.

  4. 4.

    Die Untersuchungen beweisen, daß der Erscheinungskomplex des Wettstreites der Sehfelder in seinem quantitativem Ausmaß nicht allein von physiologischen Faktoren, sondern auch von den Gestaltqualitäten (im Sinne der neueren Gestaltpsychologie) der Vorlagen abhängig ist. In allen Fällen aber bleibt er der willkürlichen Beeinflussung völlig entzogen.

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Gellhorn, E. Quantitative Untersuchungen über den Wettstreit der Sehfelder. Pflügers Arch. 206, 237–249 (1924). https://doi.org/10.1007/BF01722767

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