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Studien über Tracheenrespiration

II. Über Gasdiffusion in den Tracheen

Zusammenfassung

Eine Formel wird aufgestellt, um aus dem gesamten Querschnitt und der mittleren Länge der Tracheen eines Insekts den Differenzdruck zu berechnen, der eben ausreicht, um durch Gasdiffusion den Sauerstoffverbrauch zu decken.

Messungen an den Tracheensystemen einiger grosser Insektenlarven zeigen einen Differenzdruck von etwa 2% an, und die Diffusion genügt somit vollauf zur Erklärung des Gastransports in den Tracheen.

An grossen Cossuslarven wird die Gasdiffusion in den Tracheenlängenstämmen direkt nachgewiesen und gemessen und die Abwesenheit eigentlicher Respirationsbewegungen demonstriert.

An Äschnalarven wird nachgewiesen, dass auch in geschlossenen. mit Tracheenkiemen ausgestatteten Systemen der Grastransport durch Diffusion allein besorgt wird. In solchen Formen müssen die Tracheen, um ihre Funktion zu erfüllen, einen recht hohen Druck, ohne zusammenzuklappen, auszuhalten imstande sein.

Die allgemeine Bedeutung der Gasdiffusion für die Tracheenatmung wird diskutiert, und die engen Beziehungen zwischen Körpergrösse und Zweckmässigkeit des Respirationsmechanismus mittelst Tracheen werden nachgewiesen. Für die kleinsten Formen ist Diffusion immer ausreichend. Für etwas grössere muss sie, wenn der Gaswechsel lebhaft ist, mit mechanischer Respiration kombiniert werden, und selbst dann sind der möglichen Grosse recht enge Grenzen gesetzt.

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Krogh, A. Studien über Tracheenrespiration. Pflügers Arch. 179, 95–112 (1920). https://doi.org/10.1007/BF01722125

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