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Beiträge zur Physiologie der peristaltischen Bewegungen des embryonalen Darmes

II. Mitteilung. Beobachtungen an menschlichen Föten

Zusammenfassung

  1. 1.

    Der fötale Darm des Menschen besitzt in der sechsten Woche der Entwicklung noch keine Fähigkeit, sich peristaltisch zu kontrahieren; um diese Zeit ist bloss die Ringmuskulatur entwickelt.

  2. 2.

    In der siebenten Woche treten gleichzeitig mit den Längsmuskeln die ersten nervösen Elemente auf; vermutlich dürfte um diese Zeit der Darm die Fähigkeit gewinnen, sich peristaltisch zu kontrahieren.

  3. 3.

    Der Darm eines elf Wochen alten Fötus zeigt in Ringerscher Lösung deutliche spontane Peristaltik; die optimale Temperatur dieser Flüssigkeit beträgt 39‡–40‡ C.

  4. 4.

    Beim menschliehen Fötus entwickelt sich der nervöse Apparat in einer relativ viel früheren Periode der Entwicklung als beim Meerschweinchen und ist viel mächtiger entwickelt als bei diesem.

  5. 5.

    Der menschliche Fötus führt in der sechsten Woche seiner Entwicklung Bewegungen aus.

  6. 6.

    Da der fötale Darm ohne nervösen Apparat keine Peristaltik erkennen lässt, so sind die automatischen Bewegungen neurogenen Ursprunges.

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Zum Schlusse ist es mir eine angenehme Pflicht, Herrn Prof. Dr. A. Kreidl für die liebenswürdige Leitung und Anregung zu dieser Arbeit auch an dieser Stelle meinen wärmsten Dank auszusprechen.

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Yanase, J. Beiträge zur Physiologie der peristaltischen Bewegungen des embryonalen Darmes. Pflüger, Arch. 119, 451–464 (1907). https://doi.org/10.1007/BF01718485

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