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Untersuchungen über die Reparation Unterernährter Kinder

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Zusammenfassung

Die körperliche Rückständigkeit der Waisenkinder hat sich in den Jahren 1919 bis 1921 kaum ausgeglichen. Die Hauptursache für das Fehlen einer ausreichenden Reparation dürfte in der Ungunst der allgemeinen Ernährungslage zu suchen sein.

Die zur individuellen Fürsorge der besonders unterernährten Kinder berufenen Kinderheime haben zu einem kleineren Teile versagt, zum größeren zu mehr oder minder großer Einholung des Gewichtsdefizites geführt.

Die in den guten Heimen versorgten Kinder, deren Rückständigkeit dem Gewichte nach im Durchschnitt 2 1/2 Jahre betrug, haben am Schluß der Beobachtung im Durchschnitt einen endgültigen Gewinn von knapp 1/2 Jahr gezeigt. Ein über dem Durchschnitt liegender Gewinn fand sich unter 58 Fällen nur 24mal, d. h. erheblich seltener als in der Hälfte der Fälle.

Zur Erzielung eines größeren endgültigen Gewinnes ist unter, den gegenwärtigen ungünstigen Bedingungen der Außenpflege ein starket Gewichtsanstieg während des Heimaufenthaltes geeigneter als ein nur leicht übernormaler. Doch auch bei günstigem Verlauf der Gewichtskurve während des Heimaufenthaltes ist in der Hälfte unserer Fälle ein endgültiger Erfolg ausgeblieben.

Der Erfolg findet sich bei den nur Unterernährten etwas häufiger als bei den Unterernährten und Kranken.

Für die unterernährten Kinder scheint ein Heimaufenthalt von zwei bis drei Monaten zweckmäßig zu sein, für die Kranken und Unterernährten ein längerer.

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Davidsohn, H. Untersuchungen über die Reparation Unterernährter Kinder. Klin Wochenschr 1, 2483–2486 (1922). https://doi.org/10.1007/BF01713511

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