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Ueber eine neue vereinfachte Construction der sogenannten Achsenzugzangen

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References

  1. 1)

    “Description de deux nouveaux forceps.” Paris 1877. — “Discussion relative au nouveau forceps”, Annales de Gynécologie 1877.

  2. 2)

    “Ueber Zangen mit Zugapparaten u. achsengemässe Zangenextraction. Die Zangen von Tarnier, ihre Vorläufer und Modificationen. Anpassung der deutschen Zangen an deren Principien”, von Dr. M. Sänger. Dieses Archiv, Bd. XVII, S. 382. Die in dieser Arbeit empfohlene Sänger'sche “Zugriemenzange” hat wohl hauptsächlich deshalb keine allgemeine Verbreitung gefunden, weil sie, wie Sänger selbst andeutet, zu sehr den Charakter einer Improvisation trägt.

  3. 1)

    “On axis-traction forceps.” Edinburgh 1880.

  4. 1)

    Was darüber hinausgeht, eine Operation am unfixirten, beweglich über dem Beckeneingange stehenden Schädel, misslingt gerade nicht immer, bleibt aber doch stets ein Wagniss.

  5. 1)

    Der von mehreren Kritikern des Instrumentes erhobene Vorwurf, dass man mit demselben eine enorme Kraft aufbringen könne, beruht auf einem offenbaren Missverständnisse. Ziehen kann man an dem gewöhnlichen Instrumente ebenso stark. Die Kraft, mit der am Forceps Tarnier gezogen wird, multiplicirt sich ja nicht vermöge der Construction des Instrumentes, wie etwa bei dem Rollensystem eines Flaschenzuges. Es wird nur ein grösserer Theil der angewendeten Kraft für den eigentlichen Zweck, die Fortbewegung des Schädels, wirksam, statt sich in falscher Richtung nachtheilig zu äussern und so für die Extraction verloren zu gehen.

  6. 1)

    Die Grössen, die Tarnier für diese Componenten mit 34 und 20 Kilogrammen bei einer Zugkraft von 40 Kilo nach dieser Zeichnung ausrechnet, sind nicht richtig. Denn wir ziehen ja nicht, wie er uns zumuthet, in der RichtungAM, sondern nähern diese doch mehr der LinieAD. Auch ist in Tarnier's Zeichnungen das Verhältniss des Forceps zum Becken verzeichnet. Das Becken zu klein, der Forceps zu gross. An dieser Zeichnung z. B. kommt ja, obwohl die Löffel die Ebene des Beckeneinganges weit überragen, das Griffende des Forceps fast in noch grössere Entfernung vom Becken zu liegen, als das Knie der Frau, wenn man sich eine untere Extremität der Grösse des Beckens entsprechend in der Zeichnung ergänzt. Ein solches Ungethüm ist unser “Forceps ordinaire” doch nicht.

  7. 1)

    In seiner jüngsten Publication (Annales de Gynécologie, Juin 1882) präcisirt Tarnier dieselben etwas anders, indem er sagt: “Mon forceps repose sur les quatre principes suivants: a) tirer directement suivant l'axe du bassin; b) appliquer la traction le plus près possible du centre de la tête; c) laisser à la tête saisie par le forceps la mobilité, qu'elle a dans l'accouchement naturel, soit pour se fléchir ou se défléchir, soit pour pivoter autour de l'axe fictif du bassin; d) avoir une aiguille indicatrice qui montre à chaque instant à l'opérateur les divers mouvements exécutés par la tête foetale et qui le guide dans la direction qu'il doit donner à ses tractions.”

  8. 1)

    Annales de Gynécologie 1877.

  9. 2)

    “Die Achsenzugzangen mit besonderer Berücksichtigung der Tarnier'-schen Zangen.” Stuttgart 1881.

  10. 1)

    Die Gründe, die ihn bestimmten, die Dammkrümmung der Griffe aufzugeben, schildert Tarnier nebst anderem im Juniheft der Annales de Gynécologie 1882: “Considérations sur le forceps.” An dem Zugapparate, dem “Tracteur mobile”, ist die Dammkrümmung aber beibehalten.

  11. 1)

    Als “Forceps souple à tractions indépendantes” veröffentlichte vor Kurzem im Lyon médical XXXVIII, Nr. 52, Poullet einen sehr complicirten Apparat, der aber auf ganz anderen als den hier entwickelten Principien beruht.

  12. 1)

    Unser Instrumentenfabrikant J. Leiter hat mir mit gewohntem Interesse die nothwendigen Modelle präcis und sorgfältig ausgeführt, wofür ich ihm an dieser Stelle meinen Dank ausspreche.

  13. 1)

    Diese Bezeichnungen sind auf die Lage des Forceps im Becken bezogen.

  14. 1)

    Die Kopfkrümmung der Löffel, an welcher das Gelenk theilnimmt, verursacht dieselben. An einem aufmerksam gearbeiteten Instrumente sind sie aber so gering, dass sie nur vortheilhaft sind.

  15. 1)

    Dass man für derartige Vaginalverletzungen nicht ohne weiteres das gebrauchte Instrument verantwortlich machen darf, zeigt das analoge Auftreten derselben bei manueller rascher Extraction von Steisslagen Erstgebärender.

  16. 1)

    Medical Record. New-York, 23. March 1878. “An Improvement in the obstetrical forceps.” Diese nur drei Spalten lange, ganz eigenthümlich verfasste Abhandlung ist in einem für einen wissenschaftlichen Journalartikel befremdenden Tone gehalten. Thales von Milet, Morse's Telegraf, Bell's Telephon, Howe's Nähmaschine, Galen und Anaxagoras füllen eine ganze Spalte des Artikels. Die Hauptsache dagegen, eine Schilderung des Gelenkes, durch welches sich eben Vedder's Forceps von dem gewöhnlichen unterscheidet, wird mit folgenden Worten umgangen und abgefertigt: “The woodcut here given does not, unfortunately, show the simple mechanism by which this fixation is effected; it is sufficiently explanatory, however, to enable any member of the profession to comprehend at a glance, both the nature of the improved forceps and the advantages which must result from its employment.”

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Mit 9 Holzschnitten.

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Breus, C. Ueber eine neue vereinfachte Construction der sogenannten Achsenzugzangen. Arch. Gynak. 20, 211–235 (1882). https://doi.org/10.1007/BF01694813

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