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Experimentelle Studien über die Ernährung der Krystallinse und über Cataractbildung

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Literaturverzeichniss

  1. 1)

    Wenn Schön (Arch. für Ophthalmologie XXXVI, 1, S. 260 ff.) die Untersuchung mit dem Lupenspiegel eine „ungenügende“ nennt und dieselbe durch die Untersuchung mit seitlicher Beleuchtung ersetzen zu können meint, so beweist dies nur, dass er den Lupenspiegel in umfassenderer Weise für eine methodische Untersuchung der Linse überhaupt noch gar nicht benützt haben kann. Gerade der Lupenspiegel gestattet die frühesten Stadien der Staarbildung in einer viel erschöpfenderen Weise zu studiren, als wie jede andere bisher übliche Untersuchungsmethode dies thut. Davon kann sich ein Jeder ohne Weiteres selbst überzeugen. Ich kann es mir deshalb auch sparen, auf die verschiedenen Punkte, welche Schön in jenem seinem Aufsatz zur Sprache bringt, zu antworten. Schön wird die Antwort am Besten erhalten, wenn er erst den Lupenspiegel in der Weise wie dies Hirschberg früher und jetzt ich auf's neue vorgeschlagen haben, gebraucht haben wird.

  2. 1)

    Ueber die Veränderungen, welche das Naphthalin am Auge hervorruft, sehe man ein: Bouchard, Production artificielle de la cataracte. Revue clinique d'oculistique 1886, Juillet, Nr. 6. Bouchard et Charrin, La cataracte artificielle du lapin. Société de Biologie. Séance du 18 Décembre 1886. La semaine médicale 1886, No. 52. Panas, Études sur la nutrition de l'oeil d'après la fluorescé et la naphthaline. Communication à l'académie de médicine. Séa du 8 Février 1887 Archives d'ophthalmalogie 1887, Mars Dor, De la production artificielle de la cataracte par la naphthaline. Revue générale d'ophthalmologie 1887, No. 1 und congrés d'ophthalmologie. Progrès médical 14 Mai 1887 Magnus, Ueber den Einfluss des Naphthalins auf das Sehorgan. Therapeutische Monatshefte 1887, October. Hess, Ueber die Naphthalinveränderungen im Kaninchenauge und über die Massagekatarakt. Bericht über die 19. Versammlung der ophthalmolog. Gesellschaft, Rostock 1887, S. 54 und De la cataracte naphthalinique. Revue générale d'ophthalmo 1887, No, 9. Ueber die an die Hess'schen Arbeiten sich anknüpfende Polemik zwischen Panas und Hess vergl. Archiv. d'ophthalm. 1887, No. 552 und Revue générale d'ophthalm. 1888, Nr. Kolinski, Zur Lehre von der Wirkung des Naphthalins auf das Auge und über den sogenannten Naphthalinstaar. Archiv für Ophthalmologie XXXV, 2, S. 29. Kolinski, Contribution à la connaissance de la nutrition de l'oeil, d'après des recherches sur l'influence de la naphthaline s cet organe. Archives de Physiologie 1890. April 1890, No. 2.

  3. 1)

    Deutschmann, Untersuchungen zur Pathogenese der Cataract: Archiv für Ophthalm. XXIII, 3, S. 127.

  4. 1)

    Revue générale d'ophthalmol. 1887, S. 2.

  5. 2)

    a. a. O. S. 56.

  6. 3)

    a. a. O. S. 40.

  7. 1)

    Magnus, Pathologisch-anatomische Studien üb. die Anfänge des Altersstaares: Arch. für Ophthalm. XXXV, 3, Taf. IV, Fig. 12.

  8. 1)

    a. a. O. S. 56.

  9. 1)

    v. Graefe's Archiv für Ophthalm. XXXV, 3.

  10. 1)

    a. a. O. S. 41 und Tafel I, Figur 4.

  11. 1)

    Magnus, Pathologisch-anatomische Studien üb. die Anfänge des Altersstaares: Archiv für Ophthalmologie XXXV, 3.

  12. 1)

    Fuchs, Ueber traumatische Linsentrübung: Wiener klinische Wochenschrift 1888, S. 3 u. 4.

  13. 2)

    a. a. O.

  14. 1)

    a. a. O.

  15. 1)

    Revue générale d'ophthalmologie, Bd. VI, S. 1

  16. 2)

    Revue générale d'ophthalmologie, Bd. VI, S. 1

  17. 3)

    a. a. O.

  18. 1)

    a. a. O. S. 32 u. 49.

  19. 1)

    v. Richter, Chemie der Kohlenstoffverbindungen oder organische Chemie, Bonn 1885, 4. Aufl., S. 837 sagt: „Mit Pikrinsäure bildet Naphthalin die krystallinische Verbindung C10H8C6H2(NO2)3OH, die aus Alkohol in gelben Nadeln krystallisirt.“

  20. 1)

    Heubel, Ueber die Wirkung wasserentziehender Stoffe, insbesondere auf die Krystallinse: Archiv für die gesammte Physiologie des Menschen und der Thiere. Bonn 1879. S. 24.

  21. 2)

    Deutschmann, Untersuchungen z. Pathogenese d. Cataract: Archiv für Ophthalmologie XXIII, 3.

  22. 3)

    Kunde, Ueber Wasserentziehung und Bildung vorübergehender Katarakte: Zeitschrift für wissenschaftl. Zoologie, Band VIII, S. 484. Leipzig 1857.

  23. 1)

    Man vergleiche: Michel, Ueber natürliche und künstliche Linsentrübung. Festschrift zur dritten Säcularfeier der Alma Julia Maximiliana gewidmet von der medicinischen Facultät Würzburg. Band I. Leipzig 1882. Ueber die Prioritätsansprüche, welche Robinski in dieser Frage gegen Michel für Petit geltend macht, vergl. man: Robinski, Ein weiterer Beitrag zur Anatomie, Physiologie und Pathologie der Augenlinse. Berlin 1889. S. 38.

  24. 1)

    a. a. D. S. 160.

  25. 2)

    a. a. O.: Archiv für Ophthalm. XXIII. 3, S. 117.

  26. 3)

    a. a. O. S. 484.

  27. 1)

    a. a. O.: Archiv für Ophthalm. XXIII, 3, S. 141.

  28. 1)

    Deutschmann, Fortgesetzte Untersuchungen zur Pathogenese der Cataract. II. Cataracta senilis. Archiv für Ophthalmologie XXV, 2, S. 227.

  29. 2)

    a. a. O. Wiener klinische Wochenschrift 1888, Nr. 3 und 4.

  30. 1)

    Magnus, Pathologisch-anatomische Studien üb. die Anfänge des Altersstaares. Archiv für Ophthalmologie XXXV, 3, S. 61 ff.

  31. 2)

    Becker, Ueber den Wirbel und den Kernbogen in der menschlichen Linse. Archiv für Augenheilkunde, Bd. XII, S. 131.

  32. 1)

    Becker, Zur Anatomie der gesunden und kranken Linse. Wiesbaden 1883. S. 93.

  33. 1)

    Becker, Zur Anatomie der gesunden und kranken Linse. Wiesbaden 1883. Viertel Capitel, S. 90–94 stellt die einschlägigen Mittheilungen aller Autoren, welche sich über diesen Punkt geäussert haben, zusammen.

  34. 1)

    Schlösser, Experiment. Studie über traumatische Katarakt. München 1887.

  35. 2)

    Magnus, Ueber einige wichtigere Arbeiten in der Ophthalmologie während des Jahres 1887. Deutsche medic. Wochenschrift 1888, Nr. 14.

  36. 1)

    a. a. O. Archiv für Ophthalm. XXXV, 3, S. 65.

  37. 1)

    Man vergleiche: Schön, Die Ursache des grauen Staares. Archiv für Augenheilk. XIX, sowie die Arbeiten desselben Autors im Arch. f. Augenheilk. XVII und im Arch. f. Ophth. XXXIII, 1. Auch meine eigenen Untersuchungen: Arch. f. Ophthalmologie XXXV, 3 beschäftigen sich mit den Randtrübungen jugendlicher Linsen. Dieselben sind auch erwähnt von Hirschberg, Ueber Tropfenbildung in der Linse: Centralbl. f. prakt. Augenheilk. 1889, S. 330.

  38. 1)

    Es sei uns gestattet, an dieser Stelle einige Bemerkungen über die klinische Bedeutung der längs des Aequators jugendlicher Linsen auftretenden Gebilde zu machen. Ich möchte Schön (a. a. O. besonders Archiv für Augenheilkunde IX, S. 88) nicht beistimmen, wenn derselbe in jenen Gebilden ohne Weiteres die ersten Anfänge jener Linsenerkrankung sieht, welche wir als Cataracta senilis bezeichnen. Mögen sie sich in ihrer anatomischen Form von den Anfangsveränderungen des senilen Staares auch gar nicht unterscheiden, klinisch sind sie von demselben doch himmelweit verschieden, insofern ihnen die Neigung der progressiven Weiterentwickelung absolut fehlt. Ich möchte viel eher der Ansicht zuneigen, dass wir in jenen tropfen- und schlauchartigen Gebilden junger Linsen den Ausdruck von Stauungen an der Eintrittsstelle der Linsennährflüssigkeit zu erblicken haben, Stauungen, welche durch gewisse, gleich näher zu erörternde circulatorische Störungen hervorgerufen werden. Zur Entwickelung des Altersstaares gehört nach unserer Auffassung, wie wir dies im Text ja auch gesagt haben, unbedingt die Senescenz der Linsenfaser. Erst diese bewirkt es, dass aus den Stauungen der Linsennährflüssigkeit progressive Ernährungsstörungen der Linsenfasern sich entwickeln. Der klinische Ausdruck der an den Einströmungsstellen sich entwickelnden Stauungen ist ganz derselbe, aus was für Ursachen die Stauungen auch resultiren mögen Selbst die nach Verletzungen am Linsenäquator, also im Gebiet der Einströmungszonen, sich etablirenden acuten Flüssigkeitsansammlungen haben nach den Beobachtungen von Fuchs (a. a. O. man vergl. besonders die Figuren 4, 9, 15) unter Umständen ein Aussehen, welches dem jener Gebilde, denen wir in jugendlichen und senilen Linsen öfters begegnen, auffallend ähnelt. Wir dürfen deshalb nicht ohne Weiteres, sobald wir längs des Linsenäquators irgend welchen Veränderungen begegnen, dieselben für die Anfänge des Altersstaares ansehen. Der Linsenäquator ist eben, weil die wichtigsten Eintrittsstellen der Nährflüssigkeit sich in seiner Nähe befinden, für die Etablirung von Stauungen der Linsennährflüssigkeit besonders prädisponirt; da aber zwischen Stauungen und Cataract noch ein himmelweiter Unterschied ist, da die Stauungen eigentlich nichts weiter sind als gewisse Vorbedingungen der Cataractbildung, aber zu der wirklichen Verwandlung in einen Cataract noch anderer Factoren bedürfen, so möchte ich mich gegen die Auffassung Schön's entschieden ablehnend verhalten. Allerdings will ich gern zugeben, dass meine Ansicht bis zu einem gewissen Grade eine rein subjective ist; aber Schön hat für seine Behauptung, dass jene Gebilde der jugendlichen Linse die Anfänge dessen sind, was wir Cataracta senilis nennen, auch keinen wirklichen Beweis beizubringen vermocht. Ich glaube wir thun deshalb auch gut, den Vorschlag Schön's, den so begründeten und berechtigten Namen „Cataracta senilis“ völlig fallen zu lassen und statt dessen von „Cataracta communis“ zu sprechen, vor der Hand noch nicht allgemein anzunehmen. Wenn ich im Verlauf dieser Anmerkung die Aeusserung habe fallen lassen, dass für die Entstehung der circumäquatoriellen Veränderungen juveniler Linsen gewisse circulatorische Factoren wirksam sein dürften, so sei mir gestattet, gerade dieser Factoren noch mit einigen wenigen Worten zu gedenken. Ich gehe nämlich von der Vorstellung aus, dass unter normalen Verhältnissen die accommodativen Formveränderungen der Linse für die Fortbewegung der Nährflüssigkeit in der Linse von Wichtigkeit sein müssen. Im nicht accommodirten Auge steht die Linse doch bekanntlich unter dem nicht unerheblichen Druck des vorderen Blattes der Zonula. Und zwar wirkt dieser Druck wesentlich auf die mittleren Parthien der Linse, also auf den Kern, während die äquatoriellen Parthien diesem Druck nicht unterworfen sind. Solange dieser Druck, — und derselbe ist nach den Berechnungen Witte's (Ueber den Grund der accommodativen Formveränderung der Linse: Archiv für Ophthalm. IX, 1, S, 208) nicht unbedeutend — auf der Linse lastet, wird die Lymphe nicht frei in den stark gedrückten Kern abfliessen können; sowie aber mit Eintritt der Accommodation der Druck aufhört, kann die Nährflüssigkeit ungehindert in die centralen Linsenparthien, speciell den Kern, abfliessen. Ich stelle mir vor, dass dieses Spiel zwischen Druck und Lüftung des Druckes eine aspiratorische Thätigkeit auf die Nährflüssigkeit ausüben müsse; so lange der Druck wirkt, sammelt sich die Lymphe in den äquatoriellen Linsenabschnitten an, um mit Aufhören des Druckes schnell, gleichsam wie aspirirt, in den Kern abzufliessen. Fällt dieses Spiel nun weg, so ist damit die Veranlassung zu Stauungen der Lymphe längs ihrer Eintrittsstelle gegeben. Es liegt nun aber auf der Hand, dass sowohl bei solchen Refractionszuständen, wo die Accommodation zu wenig in Action tritt, als auch bei solchen, wo sie dauernd in Thätigkeit bleibt, der Wechsel zwischen Accommodation und Ruhezustand, oder sagen wir lieber zwischen Druck und Lüftung des Druckes, zu gering ist, um in fördersamer Weise auf den genügenden und regelmässigen Abfluss der Nährflüssigkeit in die Linse einwirken zu können. Und damit ist dann die Veranlassung zu Stauungen der Nährflüssigkeit gegeben, die sich klinisch als die fraglichen Bläschen, Spindeln und Kugeln längs der Trübungszonen juveniler Linsen kennzeichnen.

  39. 1)

    Michel, Das Verhalten des Auges bei Störungen im Circulationsgebiet der Carotis. Beiträge zur Ophthalmologie als Festgabe Friedr. Horner zur Feier des 25jährigen Jubiläums seiner academischen Thätigkeit gewidmet. Wiesbaden 1881.

  40. 2)

    v. Karwat, Beiträge zur Erkrankung des Auges bei Carotis atherom. Inaug.-Dissert. Würzburg 1883.

  41. 2)a

    v. Bömmel, Beiträge zur Aetiologie der Cataracta senilis. Inaug.-Dissert. Würzburg 1886.

  42. 3)

    Michel, Lehrbuch der Augenheilkunde. 2. Aufl. Wiesbaden 1890. S. 296. 1. Aufl. S. 342.

  43. 1)

    Jany, Zwei Fälle von beiderseitiger Cataracta diabetia. Archiv für Augenheilkunde VIII.

  44. 2)

    Becker, Zur Anatomie der gesunden und kranken Linse. Wiesbaden 1883. S. 160–163.

  45. 3)

    Schlösser, Experim. Studie über traumatischen Katarakt. München 1887. S. 19.

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Magnus, H. Experimentelle Studien über die Ernährung der Krystallinse und über Cataractbildung. Graefe's Arhiv für Ophthalmologie 36, 150–216 (1890). https://doi.org/10.1007/BF01694331

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