Ueber die Anastomosen zwischen den Gesichts- und Orbitalvenen
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Literatur
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- *).Hier erlauben wir uns folgende Bemerkung: M. J. Weber fand in dieser Vene Klappen vor. Henle (Handbuch der Gefässlehre des Menschen. 1868. S. 351) äussert in dieser Beziehung die Meinung, dass, falls auch wirklich in dieser Vene Klappen vorhanden, sie doch keineswegs im Stande sind, dem Vordringen der Injectionsmasse in einer, dem Blutstrom entgegengesetzten Richtung entgegenzuwirken. Diese Bemerkung Henle's wird durch unsere Beobachtungen nicht bestätigt. Die obenerwähnte Klappe ist bisweilen so stark entwickelt, dass, wenn man dieselbe, bevor man zur Injection schreitet, nicht mittelst einer Sonde zerstört hat, man nicht weiter, als bis zu dieser Klappe vordringt. Um die Gegenwirkung dieser Klappe zu überwinden, bedarf es eines verhältnissmässig sehr grossen Druckes — ein Umstand, der einer gut zu gelingenden Injection äusserst hindernd in den Weg tritt. Nach Sesemann (l. c. S. 158) ist die V. facialis anterior nicht allzureichlich mit Klappen versehen, wenn auch ein Paar solcher vorhanden. Doch ist eine jede in die V. facialis anterior sich ergiessende Vene an ihrer Mündung mit Klappen, und zwar sehr Vollständigen, versehen, so dass der bei einer Injection gewöhnlich angewandte Druck zur Ueberwindung des Gegendruckes seitens dieser Klappen nicht ausreicht. Unsere Injectionen, wenn nur früher die Klappe in der V. facialis anterior mit der Sonde zerstört wurde, ergaben sich in dieser Beziehung fast immer als gelungen, indem alle Zweige dieser Vene sich mit Injectionsmasse füllten.Google Scholar
- *).Henle (Handbuch der systematischen Anatomie des Menschen. Eingeweidelehre, II. Aufl. 1875, S. 744) spricht von einem cavernösen Gewebe, das den unteren Theil des Canals und seine Mündung umgiebt. An unseren Präparaten konnte man ein ebenso dichtes Geflecht auch in den oberen Theilen des Canals und um seine Eintrittsöffnung herum beobachten.Google Scholar
- *).Diese Vene ist von Sesemann kein einziges Mal beobachtet worden (l. c. S. 170); er meint daher, die V. ophthalmica infer. entspräche der Art. infraorbitalis.Google Scholar
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- *).Mit diesem Geflechte steht das von Nuhn (Untersuchungen und Beobachtungen aus dem Gebiete der Anatomie, Physiologie und praktischen Medicin. Heidelberg 1849. p. 6) entdeckte echte cavernöse Geflecht in Verbindung, welches den dritten Trigeminusast bis zu seiner Theilung in den Nerv. lingualis und alveolaris inferior umwindet und sein Blut aus dem Sinus cavernosus vermittelst einiger durch das Foramen ovale herabsteigender Zweige bezieht. (Citirt nach Luschka, l. c., p. 499.)Google Scholar
- *).In sehr seltenen Fällen ergiesst sich die V. ophthalmica super. in den Sinus circularis Ridleyi (Haller, Elem. physiol. 1762, IV., p. 157). Citirt nach Sattler (Handbuch der gesammten Augenheilkunde, Bd. VI., p. 907) und W. Krause (Handbuch der Gefässlehre von Henle, p. 392).Google Scholar
- *).Auf diese Verengerung des Lumens der V. ophthalm. sup. hat zuerst Sesemann hingewiesen; er schreibt ihr insofern eine wichtige Bedeutung zu, als sie für die Blutwelle ein mächtiges Hinderniss darstellt, welches dieselbe veranlassen muss, ihre Richtung nach vorne, d. h. in die V. facial. anter. und nicht in den Sin. cavern. einzuschlagen. In den Handbüchern der Anatomie (Henle, Luschka, Sappey) liest man, dass die V. ophthalm. sup. in den Sin. cavern. mit erweiterter Mündung sich ergiesst (diese Erweiterung wird auch Sinus ophthalm. genannt). Merkel (l. c., p. 110), der bei seinen Injectionen beständig darauf achtete, dass die Venen nicht über ihr natürliches Lumen ausgedehnt werden, konnte ebenfalls nicht die Existenz der oben erwähnten Verengerung constatiren, im Gegentheil beobachtete er eine „deutliche Erweiterung”. Unsere Untersuchungen bestätigen vollauf die Beobachtungen Sesemann's, denen zufolge das Lumen der Vene vor ihrer Mündung in den Sinus cavern. bedeutend enger wird. Ich habe bloss hinzuzufügen, dass eben hinter dieser Verengerung das Lumen sich wieder ein wenig erweitert.Google Scholar
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- *).Sesemann hat ausser den Vv. vorticosae keine aus dem Augapfel austretenden Venen beobachtet und bezweifelt überhaupt die Existenz der vorderen Ciliarvenen. Allem Anscheine nach hat er die Muskeln nicht bis zu ihrer Insertion an der Sclera verfolgt, sonst würde er bestimmt auf diese Venen gestossen sein, vorausgesetzt, dass seine Präparate gut injicirt waren. Leber in seiner Arbeit über die Gefässe des Auges (l.c. p.24) und Sappey (l.c. p.733) erwähnen ebenfalls diese Venen. Nach Leber nehmen die Venae ciliares anteriores folgende Aeste auf: 1. Venen aus dem Randschlingennetze der Hornhaut, 2. Venen aus dem Capillarnetze der Sclera, 3. Venen aus dem Plexus venosus ciliaris (so nennt Leber den Canal Schlemmii) und dem Ciliarmuskel und 4. anastomosirende Netze von Conjunctivalvenen.Google Scholar
- *).Nach Leber (l. c., p. 12) war der von der grössten Vena vorticosa gebildete Canal 5 1/2 Mm. lang, der von der kleinsten gebildete 1 1/2 Mm. lang.Google Scholar
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