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Ueber die pathologische Anatomie und Pathogenese der sogenannten Stauungspapille

  • Anton Elschnig
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Literatur

  1. 1).
    Deutschmann, Ueber die Neuritis optica, besonders die sog. Stauungspapille etc. Jena 1887.Google Scholar
  2. 2).
    Gowers, Die Ophthalmoskopie in der inneren Medicin, deutsch von Dr. Gruber. 1893.Google Scholar
  3. 3).
    Oppenheim, Zur Pathologie der Grosshirngeschwülste. Arch. f. Psychiatrie XXI. p. 2 und XXII. p. 5.Google Scholar
  4. 4).
    Zellweger, Anatomische und experimentelle Studien über den Zusammenhang von intracraniellen Affectionen und Sehnervenerkrankung. Inaug.-Dissertation. Zürich 1887.Google Scholar
  5. 5).
    Uhthoff, Ueber die bei der Syphilis des Centralnervensystems vorkommenden Augenstörungen. Archiv f. Ophthalmologie XXXIX, 3. pag. 128.Google Scholar
  6. 6).
    Scimemi, Sulla nevrite ottica da tumore cerebrale (nach Jahresbericht für Ophthalmologie 1889, pag. 177).Google Scholar
  7. 1).
    Deutschmann, Ueber die Neuritis optica, besonders die sog. Stauungspapille. Jena 1887.Google Scholar
  8. 2).
    Gowers, Die Ophthalmoskopie in der inneren Medicin, (deutsch von Dr. Gruber) 1893.Google Scholar
  9. 1).
    Sachs (Innsbruck) hat zuerst beschrieben, dass sich in der genannten Weise Markdegenerationsproducte nachweisen lassen; ich konnte aber die gleiche Färbung immer auch an Fettkörnchenzellen der Netzhaut, ja in ähnlicher Weise an Fettzellen überhaupt constatiren. (Sachs, Studien zur Pathologie des Nervus opticus, Archiv für Augenheilkunde XXVI, p. 243 (1893).Google Scholar
  10. 2).
    Vgl. Stillings Filtrationsversuche (Archiv für Augenheilkunde XVI.).Google Scholar
  11. 1).
    Der Fall wurde von Prof. v. Krafft-Ebing in der Wiener klinischen Wochenschrift, 1889 pag. 877 publicirt, und enthält die Publication auch den von mir damals erhobenen histologischen Befund des Sehnerven und der Papille des linken Auges. Ich führe den Fall hier unter den Neubildungen an, da an den Meningen Keinerlei frisch entzündliche Veränderungen bestanden, wie sie in den unten bei den intracraniellen Entzündungserscheinungen beschriebenen Fällen von Solitärtuberkeln des Gehirnes vorhanden waren.Google Scholar
  12. 1).
    l. c. pag. 771.Google Scholar
  13. 1).
    Lehrbuch der Augenheilkunde. 1. Aufl. 1884, p. 617.Google Scholar
  14. 2).
    Am schönsten in Michels Lehrbuch (p. 617 Fig. 84), aber auch bei Schmidt-Rimpler (4. Aufl. 1889, Fig. 102 im Vergl. zu Fig. 100), und Fuchs (3. Aufl. 1893, Fig. 105 im Vergl. zu Fig. 98) Auch in der mehrfach citirten Ophthalmoskopie von Gowers ist an mehreren schematischen Abbildungen ein auffallend geradliniger Verlauf der Laminabalken zu bemerken. (Fig. 19, 20, 47,) Alt's Abbildungen (Compendium der normalen und pathologischen Histologie des Auges 1880) sind hier nicht verwerthbar, da er am Durchschnitte des normalen Sehnervenkopfes (Fig. 61) die Laminabalken gleichfalls nach innen convex verlaufen lässt!Google Scholar
  15. 3).
    Handbuch der Augenheilkunde. 5. Aufl. 1885 p. 469 Fig. 34 und: Vorlesungen über den Gebrauch des Augenspiegels, 1864, Taf. I. Fig. 4 (von einem Falle von Morbus Brightii).Google Scholar
  16. 1).
    Vgl. Gowers, Ophthalmoskopie, p. 71 und Taf. VII. 1.Google Scholar
  17. 1).
    Sachs, Studien zur Pathologie des Nervus opticus, I, Archiv für Augenheilkunde XXVI, p. 237 (1893).Google Scholar
  18. 1).
    Schmidt-Rimpler, Ein Fall von Ponsgliom (Beitrag zur Frage der Nuclearlähmungen und der Entstehung der Stauungspapille). Archiv für Augenheilkunde XVIII, p. 152 (1887).Google Scholar
  19. 1).
    Michel, Ueber Erkrankung der Umhüllungshäute des Sehnerven, Sitzungsbericht der phys. med. Gesellschaft, Würzburg 1891. Derselbe, Deutsches Archiv für klin. Medicin, XXIII. Kabsch, Ueber Scheidenerkrankungen des Sehnerven, Inaugural-Dissertation, Würzburg 1891. Vgl. überdies: Felser, Beitrag zur pathologischen Anatomie der Netzhaut und des Sehnerven bei Erkrankungen des Gehirnes und seiner Häute, Inaug. Diss. Petersburg (russisch! Siehe Jahresbericht für Ophthalmologie, 1889, p. 524).Google Scholar
  20. 1).
    Sachs, (Innsbruck), Studien zur Pathologie des Nervus opticus, II. weiterer anatomisch klinischer Beitrag zur Kenntniss des Centralskotoms bei Sehnervenleiden. Arch. f. Augenhlk. XXVII. 3 und 4, p. 154.Google Scholar
  21. 1).
    Ulrich, Ueber Stauungspapille und Oedem des Sehnervenstammes, Arch. für Augenheilkunde, XVII, p. 30. Ueber Stauungspapille und consecutive Atrophie des Sehnervenstammes, ebenda, XVIII, p. 259; ein Fall von einseitiger Stauungspapille mit doppelseitiger, partieller Atrophie des Sehnervenstammes, ebenda, XXII Bd. p. 32.Google Scholar
  22. 2).
    Manz, Münchner medicinische Wochenschrift, 1888, p. 531 und Archiv für Psychiatrie, XX. Bd. p. 567.Google Scholar
  23. 1).
    Schmidt-Rimpler, ein Fall von Ponsgliom (Beitrag zur Frage der Nuclearlähmung und der Entstehung der Stauungspapille), Archiv für Augenheilkunde, XVIII, p. 152.Google Scholar
  24. 1).
    Gowers, Handbuch der Nervenkrankheiten, II. Bd., p. 498.Google Scholar
  25. 1).
    Ganz unverständlich erscheint mir eine Erklärung Zacher's für die Entstehung der intensiven chronischen Perineuritis seines Falles. „Die plötzliche Erhöhung des intracraniellen Druckes presst die seröse Flüssigkeit in reichlicherer Menge in den Zwischenscheidenraum, der starke mechanische Insult ist die Bedingung für das Zustandekommen der Perineuritis“ (doppelseitige Stauungspapille bei Hämatom der Dura mater, neurolog. Centralblatt 1883, p. 125).Google Scholar
  26. 2).
    S. Deutschmann (l. c.); zu den daselbst erwähnten Ansichten kommt noch die Angabe Gower's (l. c.), dass auch der acute Zerfall von Nervengewebe (in der Umgebung des Tumor) zur Entzündungsursache werden kann. Daraus Folgerungen für die Entstehung der Neuritis optica zu ziehen, scheint mir jedoch gewagt, besonders mit Rücksicht auf das constante Fehlen entzündlicher Veränderungen bei Haemorrhagia cerebri und einfachen Erweichungsheerden.Google Scholar
  27. 1).
    Vgl. Deutschmann l. c. und Zellweger(-Haab) l. c.Google Scholar
  28. 1).
    Die wenigen Beobachtungen von Stauungspapille bei Hämorrhagia cerebri beweisen nicht das Vorkommen von Neuritis optica als Folge von Drucksteigerung im Schädelraum. Gowers (Ophthalmoskopie, p. 158) äussert sich hierüber treffend: „In einigen wenigen Fällen hat man Neuritis beobachtet, aber doch so selten, dass man wohl zu der Frage berechtigt ist, ob da wirklich die cerebrale Läsion die Ursache ist“. Gowers fügt hinzu, dass in dem die Hämorrhagie verursachenden Grundleiden die Ursache der Neuritis optica zu suchen sei. Ich verfüge über einen einschlägigen Fall, den ich ganz kurz hier anführen möchte. Grabner Johann, 49 Jahre, 5. II. 1893 auf die Nervenklinik überbracht, da er plötzlich „irrsinnig“ geworden sei. Träg reagirende, ungleich weite Pupillen, Deviation conjugée nach rechts; linksseitige Hemiparese. Ophthalmoskopisch mässiger Grad neuritischer Atrophie mit ringförmigem neuritischen Hof um die Papille, Gefässe nahezu normal, keine Stauungserscheinungen. 14. II. †. Frische Hämorrhagie in der Gegend der rechten Capsula interna mit Durchbruch in das Hinterhorn des rechten Seitenventrikels; starke Erweiterung beider Seitenventrikel und Verdickung des Ependyms desselben; kleiner älterer hämorrhagischer Heerd in der Gegend des linken Linsenkernes. Anatomisch an beiden Augen: chronische interstitielle Neuritis des ganzen Sehnervenstammes mit partiellem Nervenfaserschwunde, chronische Perineuritis und typische Ampulle. Die Ursache der Neuritis optica ist wohl in dem chronisch-entzündlichen Hydrocephalus internus zu suchen, dessen Aetiologie Mangels genauerer Anamnese nicht eruirbar war; sicher ist, dass die Haemorrhagia cerebri nicht verantwortlich dafür gemacht werden kann.Google Scholar
  29. 1).
    Einige klinisch-anatomische Beobachtungen, welche mir hierüber vorliegen, mögen als neue Belege hierfür angeführt werden. 1. Kocherl Marie, 69 Jahre, I. medicinische Abtheilung † 5. XI. 92. Haemorrhagia cerebri mit Durchbruch in den mittleren Ventrikel; ampullenförmige Ausdehnung der Sehnervenscheiden am Bulbus, Subduralraum sehr weit, strotzend mit Blut gefüllt, Subarachnoidalraum wenig erweitert, ebenfalls Blut enthaltend. Papille normal. (Ein Auge anatomisch untersucht.) 2. Bauer Josef, 40 Jahre; II. medicinische Abtheilung, † 15. IV. 93. Aneurysma arteriae corporis callosi, Ruptur der Wand desselben. Ophthalmoskopisch: Papillen etwas hyperämisch. Linkes Auge: Zwischenscheidenraum mässig weit, Blut enthaltend; im Canale leichte Perineuritis und Verdickung der Bindegewebssepten des Sehnerven, der übrige Sehnervenstamm und Papille normal. 3. Mayer Stefan, 7 Jahre, Gehirnschuss, chirurgische Abtheilung, † 15./4. 90. Papillen normal: Subarachnoidal- und Subduralraum stark erweitert (letzterer mehr), Blut enthaltend. 4. Pfeifer Anton, 19 Jahre, Gehirnschuss, chirurgische Abtheilung, † 9./12. 90. Papillen normal (hypermetropische Augen). Am rechten Auge Subdural- und Subarachnoidalraum stark erweitert, mit Blut gefüllt, normaler Papillenbefund. 5. Munda Marie, 23 Jahre, Nervenklinik (Hysterie), † 30./10. 92 an lobärer Pneumonie; Hyperämie und Oedem der Meningen mit Abplattung der Hirnwindungen, ophthalmoskopisch normaler Befund, ebenso anatomisch an Papille und Sehnerv, aber typische Ampulle. Diese wenigen Beobachtungen ergänzen die Erfahrungen, welche aus der oben mitgetheilten grossen Casuistik über die Folgen der intracraniellen Erkrankungen für die Sehnervenpapille gewonnen wurden; sie bestätigen, dass Hirndruck allein, auch wenn er sich durch Anwesenheit einer Ampulle bemerkbar gemacht hat, weder Compressionserscheinungen an den Centralgefässen des Sehnerven, noch irgend eine andere klinisch oder anatomisch nachweisbare Folge am Sehnerven und der Sehnervenpapille nach sich zieht.Google Scholar
  30. 1).
    Bergmann, Ueber den Hirndruck, Archiv für klinische Chirurgie, XXXII, p. 705 (1885).Google Scholar
  31. 2).
    Citirt nach Falkenheim-Naunyn, Ueber Hirndruck, Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie, XXII, p. 261 (1887).Google Scholar
  32. 3).
    Quincke, Ueber Hydrocephalus, Verhandlung des X. Congresses für innere Medicin 1891, und Lumbalpunction des Hydrocephalus, Berliner klinische Wochenschrift 1891. Nr. 39.Google Scholar
  33. 4).
    Leyden, Beiträge und Untersuchungen zur Physiologie und Pathologie des Gehirns, Virchow's Archiv, Bd. 37.Google Scholar
  34. 1).
    Nach Falkenheim-Naunyn, l. c.Google Scholar
  35. 2).
    Schultén, Untersuchungen über den Hirndruck mit besonderer Rücksicht auf seine Einwirkung auf die Circulationsverhältnisse des Auges. Archiv für klinische Chirurgie, XXXII, p. 455 und 947 (1885).Google Scholar
  36. 1).
    Adamkiewicz, Ueber die Stauungspapille. Neurologisches Centralblatt, 1893, Nr. 23.Google Scholar
  37. 2).
    Siehe Mittheilungen des Vereins der Aerzte in Steiermark, 1893, Nr. 2, p. 21.Google Scholar
  38. 1).
    Bruns, Ein neuer Fall von Alexie mit rechtsseitiger homonymer Hemianopie u. s. w. Neurologisches Centralblatt, 1894, Januarheft, p. 9; vgl. auch die Discussion in „The Ophth. Soc. of the Un. Kingdoms. Hirschberg's Centralblatt, 1895, p. 13.Google Scholar
  39. 1).
    Knapp, H., Ein Fall von erfolgreich operirtem otitischen Gehirnabscess; Zeitschrift für Ohrenheilkunde, XXVI. Band 1894. Neunjähriges Mädchen, otitischer Hirnabscess, Stauungspapille; Trepanation, Entleerung von Eiter. In den nächsten Tagen Abfluss einer ungemein reichlichen Menge cerebrospinaler Flüssigkeit, trotzdem nahm die Stauungspapille von Tag zu Tag zu. Erst nachdem durch eine neuerliche Punction des grossen Hirnprolapses aller Eiter entleert war, schwand die Stauungspapille langsam bis zur vollständigen Heilung.Google Scholar
  40. 2).
    Vgl. Schmidt-Rimpler (l. c., p. 166).Google Scholar
  41. 1).
    Kahler, Ueber Wurzelneuritis bei tuberculöser Basalmeningitis, Prager medic. Wochenschrift, 1887, Nr. 5.Google Scholar
  42. 2).
    Moos, Allgemeine Aetiologie und Beziehungen der Allgemeinerkrankungen zu Krankheiten des Gehörorgans, in Schwartze, Handbuch der Ohrenheilkunde, (I. Bd. 1892).Google Scholar
  43. 3).
    Huguenin, Ueber die Neuritis olfactoria, Correspondenzblatt der Schweizer Aerzte, 1882, Nr. 9 und 10.Google Scholar
  44. 1).
    Deutschmann, l. c. pag. 12.Google Scholar

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© Verlag von Wilhelm Engelmann 1895

Authors and Affiliations

  • Anton Elschnig
    • 1
  1. 1.Aus dem pathologisch-anatomischen InstituteGraz

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