Ein Beitrag zur Kenntnis der positiven Nachschwankung des Nervenstromes nach elektrischer Reizung
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Zusammenfassung
Der Prozess der positiven Nachschwankung wird durch Abkühlung vollstÄndig aufgehoben, ohne dass dabei eine SchÄdigung des Nerven eintritt, soweit sich letztere in der positiven Nachschwankung Äussert. Es kehrt bei Erhöhung der Temperatur sofort die positive Nachschwankung in voller StÄrke wieder. Dass die positive Nachschwankung durch einen Prozess im Nerven an der LÄngsschnittelektrode und nicht durch die lÄngere Dauer eines abortiven Erregungsvorganges am Querschnitt bedingt ist, wird dadurch bewiesen, dass lokale Kühlung des Querschnittes ohne Einfluss auf die Entwicklung der positiven Nachschwankung ist. Durch Abkühlung des LÄngsschnittes wird dagegen die positive Nachschwankung sofort aufgehoben.
Bei Ableitung von zwei LÄngsschnittpunkten des normalen Nerven lÄsst sich durch wechselnde Abkühlung des oberen, der Reizelektrode nÄheren, und des unteren wechselweise nach Schluss der Reizung eine Saitenablenkung beobachten, die einer PositivitÄt des unteren gegen den oberen Punkt bzw. des oberen gegen den unteren entspricht. Also jedesmal verhÄlt sich der erwÄrmte Nerventeil positiv gegen den gekühlten. Dass die positive Nachschwankung von dem unteren Punkte ausgehen kann, nachdem die Erregung eine gekühlte Strecke passiert hat, beweist, dass die positive Nachschwankung eine lokale Reaktion des Nerven auf den Reiz darstellt.
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