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Der Einfluss gefässerregender Mittel auf die bei konstantem und rhythmischem Druck durch die Hinterbeine des Frosches getriebenen Flüssigkeitsmengen

  • Fritz Schaefer
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Das früher beschriebene Verfahren zur künstlichen Durchströmung der Hinterbeine des Frosches ist eine Methode zur Bestimmung des Widerstandes der durchströmten Bahn, da die auf Druck- und Zeiteinheit bezogene Ausflussmenge dem Widerstand umgekehrt proportional ist. Die Änderungen des Widerstandes mit dem Wechsel im Tonus der Gefässe lassen sich damit quantitativ bestimmen.

     
  2. 2.

    Bei normalen Gefässen und normaler Durchströmungsflüssigkeit ist die Grösse des so bestimmten Widerstandes unabhängig von der Art der Durchströmung: Gleiche Mitteldrucke vorausgesetzt, liefert die Durchströmung unter konstantem wie unter rhythmischem Druck in gleichen Zeiten die gleichen Ausflussmengen; der Widerstand der Blutbahn verhält sich in dieser Beziehung gleich dem von Glaskapillaren.

     
  3. 3.

    Dieses Verhalten erfährt eine Änderung beim Zusatz gewisser gefässerregender Mittel zur Durchströmungsflüssigkeit in dem Sinne, dass die Ausflussmengen bei rhythmischem Druck cet. par. deutlich grösser werden als beim konstanten. Der Widerstand ist also nicht mehr unabhängig von der Art der Durchströmung, sondern erscheint beim rhythmischen Druck geringer als beim konstanten.

     
  4. 4.

    Die Wirkung geht im allgemeinen der vasokonstriktorischen der angewandten Mittel parallel, jedoch nicht ausnahmslos; vielmehr lassen sich zwei Gruppen von vasokonstriktorischen Mitteln unterscheiden, von denen die eine das unter 3. genannte Verhalten zeigt, die andere aber nicht. Bei den letzteren ist die Ausflussmenge bei konstantem und rhythmischem Druck cet. par. gleich, wie bei normalen Gefässen. In diese Gruppe gehören von den bisher untersuchten Substanzen: Baryumchlorid, Nikotin und Strychnin, während eine fördernde Wirkung des Pulses bei Adrenalin, Pituitrin und Digitalis beobachtet wurde.

     
  5. 5.

    Eine Erklärung der fördernden Wirkung des Pulses bei Anwendung der zuletzt genannten Gruppe von Mitteln kann zurzeit nicht gegeben werden. Die Hypothese von der aktiven Tätigkeit der Arterien hat zwischen den beiden Möglichkeiten zu entscheiden, ob unter der Wirkung des Pulses eine Abnahme des Widerstandes in der durchströmten Bahn erfolgt oder ob in den Arterien eine Kraft ausgelöst wird, welche die vom Herzen aufgebrachte unterstützt.

     

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© Verlag von Martin Hager 1915

Authors and Affiliations

  • Fritz Schaefer

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