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Nachweis und Bestimmung von Jod in bicarbonathaltigen Speisesalzen, Mineralwässern und Mineralwassersalzen

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Zusammenfassung

Bei Gegenwart von Bicarbonaten oder Carbonaten als Verunreinigungen oder Beimischungen gelingt der mikrochemische Nachweis von Jod in Jodspeisesalzen nach den üblichen Methoden, der qualitativen Probe mit nitrit- und schwefelsäurehaltiger Stärkelösung nach v. Fellenberg und der maßanalytischen Bestimmung nach Winkler nicht ohne weiteres. In Anlehnung an die methoden beider Autoren werden Verfahren mitgeteilt, die den Nachweis und die Bestimmung sehr kleiner Jodmengen in jedem Mischungsverhältnis von Kochsalz und kohlensauren Salzen gestatten.

  1. I.

    Der Nachweis von Jod kann auf dreifachem Wege erfolgen:

    1. 1.

      Bis zu einem Gehalt von etwa 6% Bicarbonat im Kochsalz lassen sich der Jodgehalt und der Grad seiner Verteilung mit dem Nitrit-Stärkereagens nach v. Fellenberg durch Erhöhung der Schwefelsäurekonzentration feststellen.

    2. 2.

      Ist die Lösung eines Salzgemisches notwendig, so ist das Reagens in seiner ursprünglichen Zusammensetzung nach voraufgegangener Neutralisation des Salzes anwendbar.

    3. 3.

      Das Jod kann (in Form von Alkalijodid) jeder beliebigen Kochsalz-Bicarbonatmischung wie auch reinen Carbonaten und Bicarbonaten zum großen Teile mit Alkohol entzogen und colorimetrisch nach v. Fellenberg nachgewiesen werden.

      Alle drei Proben lassen Jodsalze bis zu einer Grenze von 3 mg Kaliumjodid je Kilogramm Salzgemisch mit Sicherheit erkennen. Es ist dabei berücksichtigt worden, daß dem Nachweis nach 3., der sich durch Änderung der Mengenverhältnisse bedeutend verfeinern läßt, nur der größere Teil des vorhandenen Jodes zugänglich gemacht wird.

  2. II.

    Die Mikrojodbestimmung nach Winkler ist bei Kochsalz-Bicarbonatgemischen, z.B. bicarbonathaltigen Speisesalzen, Mineralwassersalzen, Heil- und Mineralwässern, ausführbar, wenn vor der Oxydation des Jodes eine langsame und vorsichtige Neutralisation der betreffenden Salze erfolgt. Die Anwesenheit von Eisen-und Mangansalzen bereitet bei der Befolgung dieser Vorschrift keine Schwierigkeiten.

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References

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    Leitsätze für die Beurteilung von Mineralwässern und künstlichen Mineralwässern, vereinbart am 16. Januar 1931 in Berlin von der Kommission des Vereins Deutscher Nahrungs-mittelchemiker und Vertretern der Industrie.

  5. 2)

    Diese Zeitschrift 1930,60, 495.

  6. 1)

    Diese Zeitschrift 1931,60, 495.

  7. 2)

    Diese Zeitschrift 1931,61 306.

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Prange, G. Nachweis und Bestimmung von Jod in bicarbonathaltigen Speisesalzen, Mineralwässern und Mineralwassersalzen. Zeitschr. f. Untersuchung der Lebensmittel 66, 556–564 (1933). https://doi.org/10.1007/BF01676464

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