Zeitschrift für Physik

, Volume 117, Issue 5–6, pp 325–343 | Cite as

Über den Einfluß der metastabilen Anregungszustände auf die normale Stromdichte und den normalen Kathodenfall der Glimmentladung in Edelgasen und Edelgasgemischen

  • Joh Meissner
Article

Zusammenfassung

Um den Einfluß der metastabilen Anregungszustände in Edelgasglimmentladungen zu untersuchen, wurde die Gültigkeit der Ähnlichkeitsgesetze durch Messung der Druckabhängigkeit von Kathodenfall und normaler Stromdichte geprüft, denn nach Steenbeck muß die stufenweise Ionisation in reinen Gasen die Ähnlichkeitsgesetze stören. Zur Messung der normalen Stromdichte wurde dabei eine neuartige Methode entwickelt. Es zeigte sich, daß in den reinen Gasen die Ähnlichkeitsgesetze gelten, die Ionisationsprozesse im Gasraum durch metastabile Atome also vernachlässigt werden können. Bei Entladungen in Neon-Argon-Gemischen sinken normale Stromdichte und Kathodenfall stark ab, und es treten Abweichungen von den Ähnlichkeitsgesetzen auf. Bei einem Argonzusatz von etwa 0,5 % findet keine Kontraktion der Entladung mehr statt, was durch die Veränderung der Funktionα/p=f(∁/p) bedingt ist. Für die auftretenden Abweichungen von den Ähnlichkeitsgesetzen muß wahrscheinlich ein Oberflächeneffekt an der Kathode verantwortlich gemacht werden. — Die große Differenz zwischen Zündspannungsminimum und Kathodenfall bei den Gasen, die metastabile Anregungszustände besitzen, wird auf die Elektronenauslösung an der Kathode durch metastabile Atome zurückgeführt.

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© Springer-Verlag 1941

Authors and Affiliations

  • Joh Meissner
    • 1
  1. 1.Berlin-Siemensstadt

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