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Die Pathogenese der unwillkürlichen Bewegungen mit besonderer Berücksichtigung der Pathologie und Pathogenese der Chorea

Zusammenfassung

Chorea und Choreoathetose stellen einen komplexen Typ von unwillkürlicher Bewegung dar, für deren Ausführung motorische Mechanismen kortikalen Sitzes erforderlich sind. Für Läsionen, die ihrer Entwicklung zugrundeliegen, ist die Annahme einer einzelnen, umschriebenen anatomischen Stelle nicht möglich. Chorea und Choreoathetose sind der Ausdruck der Störung eines Systems. Zu ihrem Fortbestehen trägt ein Defekt der afferenten cerebello-cerebralen Regulation bei; die transkortikale („willkürliche“) Kontrolle ihrer Äußerungen ist sehr unvollkommen. Jede Theorie, die ihren Ursprung einzig und allein zerstörenden Läsionen des Corpus striatum zuschreibt, ist völlig unmöglich.

Diese Ansichten (für welche ich nicht den Anspruch auf besondere Neuheit erhebe) sind von mir seit 1912 vertreten und haben in den letzten Jahren erhöhte Beachtung gefunden. Die neuen ausgezeichneten Arbeiten von Minkowski, Littmann, Wartenberg, Wenderowic haben weiter dazu beigetragen, die striäre Theorie zu verwerfen. Man kann keine Hypothese über die Ursache der unwillkürlichen Bewegungen diskutieren, die nicht den Prinzipien der semiologischen und pathologischen Interpretation folgt, die wir zum großen Teil dem Genie Hughlings Jacksons verdanken.

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Deutsch von. Priv.-Doz. Dr. R. Wartenberg, Freiburg i. B.

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Wilson, S.A.K. Die Pathogenese der unwillkürlichen Bewegungen mit besonderer Berücksichtigung der Pathologie und Pathogenese der Chorea. Deutsche Zeitschrift f. Nervenheilkunde 108, 4–38 (1929). https://doi.org/10.1007/BF01669930

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