Beiträge zur Kenntnis der Beziehungen des Lichtes und der Temperatur zum Laubfall
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Zusammenfassung
- 1.
Um die Ursachen des Laubfalles bei Lichtmangel zu ergründen, mußte zunächst festgestellt werden, welchen Einfluß die Herabsetzung, resp. Aufhebung der Assimilation auf den Laubfall hat. Es hat sich dabei gezeigt, daß unter all den Umständen, unter welchen die Assimilation der Pflanze herabgesetzt oder aufgehoben wird, also nicht nur im Dunkeln, sondern auch im Lichte in kohlensäurefreier Luft, als auch im stark brechbaren Lichte, die Blätter energisch abgeworfen werden.
- 2.
Außer der Aufhebung der Assimilation der Pflanze begünstigt aber auch die durch den Lichtmangel bedingte Herabsetzung der Transpiration der Pflanze den Laubfall, doch hat es sich gezeigt, daß die Aufhebung der Assimilation einen bedeutenderen Einfluß auf das Zustandekommen des Laubfalles hat als die durch dieselbe bedingte Herabsetzung der Transpiration der Pflanze.
- 3.
Außer den oben angeführten indirekten Einflüssen konnte eine spezifische Wirkung des Lichtes im allgemeinen als auch des Lichtes von verschiedener Brechbarkeit auf den Laubfall nicht nachgewiesen werden.
- 4.
Sobald die Temperatur sinkt, wird die Assimilationstätigkeit und die Transpiration der Blätter herabgesetzt und dadurch die Disposition zum Laubfall hervorgerufen. Diese Disposition äußert sich darin, daß die in ihren Funktionen geschädigten Blätter einen Reiz auf die Basis des Blattstieles ausüben und dort zur Anlage der Trennungsschichte Anlaß geben.
- 5.
Umgekehrt verhält sich die Ausbildung der Trennungsschichte, welche, wenn die Disposition zum Laubfalle durch einen anderen Faktor, etwa durch Lichtentzug, hervorgerufen wird, innerhalb der für ihre Entwicklung günstigen Temperaturgrenzen bei höherer Temperatur rascher vor sich geht.
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