Versuche über Vitalfärbung am Forellen-Ei
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Zusammenfassung
Es wird gezeigt, daß sauere oder basische Farbstoffe, die in 0,8 % NaCl aufgelöst wurden, durch die Eikapsel unbefruchteter überlebender bzw. befruchteter Forelleneier eindringen können. Die Membran ist also für sauere wie basische Farbstoffe gleich durchlässig, nur das hochkolloidale und wenig diffusible Kongorot bleibt nach einer Eindringungstiefe von 10μ stecken. In das Innere des lebenden Eies dringen jedoch die Farb stoffe nicht ein, sondern erst, wenn das Ei abgestorben und permeabel geworden ist. Die protoplasmatische Grenzschicht des Eiinhaltes ist also für die genannten Farben undurchgängig, sie dürfte auch die nach der Literatur für Wasser und Salze undurchlässige Grenzfläche des lebenden Eies gegen die Außenwelt sein. Die in reinem Wasser oder in hypo- bzw. hypertonischen Kochsalzlösungen angewendeten Farbstoffe schädigen die Forelleneier; bei Auflösung in isotonischer 0,8 % NaCl-Lösung läßt sich die Schädigung weitgehend vermeiden. Dieser Befund spricht dafür, daß die primäre Schädigung durch die Farbstoffe — so wie die Schädigung der Forelleneier durch den elektrischen Strom — in einer Durchlässigkeitssteigerung der Grenzfläche besteht.
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