Der Einfluß der Zerschäumung von Tabakmosaik-Viruslösungen auf die Länge der Virusmoleküle
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Zusammenfassung
Es wird der Mechanismus der Potenzierung von Viruslösungen durch Zerschäumen besprochen und am Beispiel des Tabakmosaik-Virus die Wirkung auf die Stäbchenlänge statistischmorphologisch untersucht.
Es zeigt sich, daß nach dem Zerschäumen das zweite Längenmaximum (Hauptmaximum) auf Kosten des dritten Maximums anwächst. Danach zerreißen bei der Spreitung die längeren (doppelten) Virusmoleküle z. T. in die „Normallänge“. Ein weiterer Abbau der Normallängen, wie er bei der Einwirkung von hochfrequentem Schall zu beobachten ist, tritt jedoch nicht ein. Ein sehr begrenzter Zerfall der Virusmoleküle wird statistisch nachgewiesen. Er kann in unserem Beispiel theoretisch die Virusaktivität um etwa 10 Proz. steigern, nicht aber um mehrere Potenzen.
Stärkere Potenzierungseffekte durch Zerschäumen der Suspensionen von Viruspartikeln, insbesondere an solchen, die komplizierter gebaut oder wesentlich größer sind als die Nukleopröteinmoleküle des Tabakmosaik-Virus, kommen durch die Trennung größerer Virusaggregate und nicht durch eine Aufteilung der Elementarpartikel zustande.
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