Beurteilung der Körpergestalt mit Hilfe von Formkonstanten
- 13 Downloads
Zusammenfassung
Nach Erklärung des Begriffs der Formkonstanten wird die Bedeutung derselben für Anthropometrie und klinische Diagnostik an Beispielen erläutert. Diese konstanten Richtwerte, von denen die Einzelfälle mit bekannter Zufallsstreuung mehr oder weniger abweichen, können einfache oder multiple Proportionen betreffen. Der Grad der Abweichung des Einzelfalles wird durch eine „Normierungsmethode“ bestimmt. Als Beispiel für eine multiple Proportion wird eine aus Brustumfang, Gewicht und Oberlänge gebildete Formkonstante mit dem Richtwert 1.0 angeführt, sowie ein aus Körpergröße, Gewicht, Brustumfang und Schulterbreite gebildeter Formindex mit dem Sollwert 100. Anormale Abweichungen weisen auf Konstitutions-anomalien oder auf methodische Fehler bei der Messung hin. Ein aus den Formkonstanten „Brustindex“ und „Gewichts-Brustumfangsindex“ gebildeter Habitusindex ermoglicht eine genauere Abgrenzung des Gestalttypus als Lepto-, Meso-und Eurytypus. Die Identitätsmerkmale beruhen auf sehr komplizierten Formkonstanten, welche nicht durch Maßanalyse, sondern nur durch Intuition erfaßt werden. Die Entdeckung der Formkonstanz hat die Aufstellung eines Kanons der Körperproportionen gefördert und einen tieferen Einblick in das Ordnungsgefüge der Konstitution ermöglicht.
Preview
Unable to display preview. Download preview PDF.
Literatur
- 1.Endokrinologie19, 312 (1937).Google Scholar
- 2.Endokrinologie20, 93 (1938).Google Scholar
- 3.Klin. Wschr.1941, 1.Google Scholar
- 4.Erg. inn. Med.40, 40 (1931).Google Scholar