Klinische Wochenschrift

, Volume 34, Issue 25–26, pp 701–704 | Cite as

Zur Kreislaufwirkung der Adenylphosphorsäure-Verbindungen

I. Mitteilung Der Einfluß auf die arterielle und venöse O2-Sättigung bei ruhender Muskulatur
  • D. Michel
  • J. Nöcker
  • O. Hartleb
Originalien

Zusammenfassung

Untersuchungen über die arterielle und venöse O2-Sättigung nach intraarterieller Injektion von ATP und AMP bei ruhender Muskulatur erbrachte folgende Ergebnisse.
  1. 1.

    Unmittelbar und kurze Zeit nach Injektion kommt es zu einem deutlichen Ansteig des venösen O2-Gehaltes unter gleichzeitiger erheblicher Verringerung der arteriovenösen O2-Differenz. Die venöse O2-Sättigung kann die arterielle erreichen, die arteriovenöse Differenz also aufgehoben werden.

     
  2. 2.

    Der genannte Effekt wird am stärksten von Adenosinmonophosphorsäure, in geringerem Maße von Adenosintriphosphorsäure ausgelöst.

     
  3. 3.

    Die von anderen Autoren nachgewiesene Durchblutungssteigerung nach intraarterieller Injektion von Adenylverbindungen stimmt praktisch sowohl hinsichtlich ihres zeitlichen Auftretens als auch hinsichtlich ihrer Flüchtigkeit mit dem von uns beobachteten Effekt überein.

     
  4. 4.

    Dieser „Soforteffekt“ bei intraarterieller Injektion steht in keinem Zusammenhang mit der guten therapeutischen Wirkung von ATP und AMP bei peripheren Durchblutungsstörungen, die auf Grund klinischer Beobachtungen als gesichert angesehen werden darf. Der Anstieg der venösen O2-Sättigung zeigt an, daß vorübergehend keine bessere, höchstwahrscheinlich aber eine deutlich schlechtere periphere O2-Ausschöpfung nach intraarterieller Injektion besteht.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1956

Authors and Affiliations

  • D. Michel
    • 1
  • J. Nöcker
    • 1
  • O. Hartleb
    • 1
  1. 1.Aus der Medizinischen Universitätsklinik LeipzigGermany

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