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Mathematische Annalen

, Volume 57, Issue 1, pp 1–34 | Cite as

Gauß' wissenschaftliches Tagebuch 1796–1814

  • Felix Klein
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Literatur

  1. *).
    Die bald hernach erfolgte erste Veröffentlichung des Resultats (auf die bereits Schering in seiner Festrede von 1877 hinweist) ist seither noch nicht in extenso abgedruckt worden und mag daher hier reproduziert werden. Dieselbe findet sich im „Intelligenzblatt der allgemeinen Litteraturzeitung”, Nr. 66 vom 1. Juli 1796 (p. 554 des Jahrgangs), und hat folgenden Wortlaut: „Es ist jedem Anfänger der Geometrie bekannt, daß verschiedene ordentliche Vielecke, namentlich das Dreieck, Viereck, Fünfzehneck, und die, welche durchwiederholte Verdoppelung der Seitenzahl eines derselben entstehen, sich geometrisch konstruieren lassen. So weit war man schon zu Euklids Zeit, und es scheint, man habe sich seitdem allgemein überredet, daß das Gebiet der Elementargeometrie sich nicht weiter erstrecke: wenigstens kenne ich keinen geglückten Versuch, ihre Grenzen auf dieser Seite zu erweitern. Desto mehr, dünkt mich, verdient die Entdeckung Aufmerksamkeit, daßaußer jenen ordentlichen Vielecken noch eine Menge anderer, z. B. das Siebenzehneck, einer geometrischen Konstruktion fähig ist. Diese Entdeckung ist eigentlich nur ein Korollarium zu einer noch nicht ganz vollendeten Theorie von größerem Umfange und sie soll, sobald diese ihre Vollendung erhalten hat, dem Publikum vorgelegt werden.” „C. F. Gauß a. Braunschweig, Stud. der Mathematik zu Göttinge.” „Es verdient angemerkt zu werden, daß Herr Gauß jetzt in seinem 18. Jahre steht und sich hier in Braunschweig mit ebenso glücklichem Erfolg der Philosophie und der klassischen Litteratur als der höheren Mathematik gewidmet hat.” „Den 18. April 96.” „E. A. W. Zimmermann, Prof.” Man vergl. hierzu die Abhandlung „Zur Theorie der neuen Transcendenten”, die in III, p. 446–460, abgedruckt ist. Das betr. Manuskript findet sich (wie auch Schering in III, p. 494, hervorhebt) in einem Handbuche unmittelbar nach einer astronomischen Rechnung, der die Bemerkung beigefügt ist; „geendigt den 28. April 1809” (dieses Handbuch trägt z. Z. die Bezeichnung Bd). Dem Datum nach kann also die Abhandlung mit den vorstehenden beiden Tagebuchnotizen in Zusammenhang Hiermit wolle man eine Stelle in dem Briefe von Gauß an Dirichlet vom 30. Mai 1828 vergleichen, der in II, p. 516–518 abgedruckt ist. Es heißt dort p. 516 im Anschluß an die 1825 publizierte erste Commentatio über die biquadratischen Reste: „Die ganze Untersuchung, deren Stoff ich schon seit 23 Jahren vollständig besitze, die Beweise der Haupttheoreme aber (zu welchen das in der ersten Kommentation nochnicht zu rechnen ist) seit etwa 14 Jahren—(obwohl ich wünsche und hoffe, an letzteren, den Beweisen, noch einiges vereinfachen zu können)—etc. etc.” Siehe übrigens die Bemerkung zu No. 130.Google Scholar

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© Springer-Verlag 1903

Authors and Affiliations

  • Felix Klein
    • 1
  1. 1.Göttingen

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