Kolloid-Zeitschrift

, Volume 66, Issue 1, pp 75–83 | Cite as

Quellungsbesonderheiten an Gelatinefolien und die daraus sich ergebenden Aufschlüsse Über die Quellung von Emulsionskolloiden

  • J. Bollhagen
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Zusammenfassung

  1. 1.

    An Gelatinefolien wurden Methoden der einseitigen Quellung zur Anwendung gebracht.

     
  2. 2.

    Dabei ließen sich nacheinander folgende Einzelheiten beobachten: Krümmung I (Konkavität an der trockenen Seite); Krümmung II (Konkavität an der nassen Seite); Krümmung III (Konkavität an der trockenen Seite).

     
  3. 3.

    Jede dieser Krümmungen zeigte eine besondere Achse, so daß jedem Krümmungswechsel auch ein Achsenwechsel entsprach. Die Achse I und II standen zueinander im rechten Winkel; die Achse III besaß wieder mit der Achse I gleiche Richtung.

     
  4. 4.

    Die beschriebenen Quellungserscheinungen wurden ebenfalls in polarisationsmikroskopischen Untersuchungen verfolgt.

     
  5. 5.

    In Gemeinschaft mit H. Schade ist für die Gesamtheit dieser Erscheinungen eine einheitliche Erklärung gefunden.

     
  6. 6.

    Zwei Stadien des Quellungsablaufes sind zu trennen:

    Das Stadium I der Quellung ist durch die Konkurrenz von Abnahme in der einen und Zunahme in den anderen Teilchendimensionen gekennzeichnet.

    Das Stadium II der Quellung weist dagegen nicht mehr Unterschiede in den Teilchenformen, sondern nur noch in der Größe der quellenden Teilchen auf.

     
  7. 7.

    Es wird darauf hingewiesen, daß diese Gesetzmäßigkeiten für sämtliche elastischen Gele von Emulsionskolloiden, speziell auch in der Biologie, Berücksichtigung verdienen.

     

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Copyright information

© Verlag von Theodor Steinkopff 1934

Authors and Affiliations

  • J. Bollhagen
    • 1
  1. 1.Institut für physikochemische Medizin der Universität KielDeutschland

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