Zeitschrift für Physik

, Volume 63, Issue 3–4, pp 245–279 | Cite as

Zur Theorie und Systematik der Molekularkräfte

  • F. London
Article

Zusammenfassung

Die Molekularkräfte zerlegen sich in drei wesentlich verschiedene Bestandteile, von denen zwei, als Keesomscher Richteffekt und Debyescher Induktions-effekt, mutatis mutandis bereits früher untersucht wurden. Hinzu tritt als dritter Bestandteil der Wechselwirkung die kurzperiodische gegenseitige Störung der inneren Elektronenbewegung der Moleküle, welcher Beitrag bei den ein-fachsten nichtpolaren und auch noch bei schwach polaren Molekülen den Haupt-bestandteil der Molekularattraktion darstellt. Er macht insbesondere die früher unvermeidliche Annahme einer Quadrupolstruktur der Edelgase entbehrlich. Die rein theoretische Bestimmung der Molekularkräfte, welche als Störungs-effekte zweiter Ordnung zu behandeln sind, ist naturgemäß kaum auszuführen; dagegen lassen sich die Kräfte auf Grund ihres theoretischen Zusammenhanges mit denf-Werten der Dispersionsformel aus optischen Messungen abschätzen. Die so abgeschätzten Kräfte ergeben mit derjenigen Genauigkeit, mit der sie selbst sichergestellt sind, das van der Waalssche Attraktionsglied der empirischen Zustandsgieichung.

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© Springer-Verlag 1930

Authors and Affiliations

  • F. London
    • 1
  1. 1.Institut f. theoret. Physik der UniversitätBerlin

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