Lichtemission von wäßrigen Farbstofflösungen nach Bestrahlung mit Elektronenimpulsen
Zusammenfassung
WäsBrige Lösungen von Rhodamin B, Trypaflavin und alkalisch-wäßrige Lö-sungen von Fluorescein (pH 13) zeigen nach Bestrahlung mit 2 Μsec Elektronenimpulsen von 4 MeV ein Nachleuchten, das bis zu 100 Μsec nach dem Impuls noch beobachtet werden kann. Die Lichtintensität steigt nach dem Abklingen der Cerenkov-Strahlung zunächst bis zu einem Maximum an. Dieses ist bei Rhodamin B besonders ausgeprägt und tritt bei den anderen Farbstoffen erst nach Zugabe von geringen Mengen KJ in Erscheinung. Das Spektrum des Nachleuchtens ist identisch mit dem durch UV angeregten Fluoreszenzspektrum. Bei [F] ≈ 2· 10−6M zeigt die Gesamtemission nach Messungen mit Rhodamin B ein Maximum. Die Quantenausbeute ist bei [F]=10−6M von der Größenordnung 10−5 Quanten/eV. Durch wirksame e aq − -Fänger wird das Nachleuchten wirksam gelöscht. Durch Zugabe von geringen Mengen KJ wird die Intensität um ein Vielfaches gesteigert. Nach dem gegenwärtigen Stand der Untersuchungen ist wahrscheinlich, daß die Anregung durch die Reaktionen OH+F→Fox e aq − +Fox→F*+OH− und die Sensibilisierung durch J− durch die Reaktionen e aq − +F→Fred J−+OH→J+OH− J+Fred→F*+J− geschieht.
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