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Untersuchungen über die Kernsubstanzen und die Methoden ihrer Darstellung

I. Mitteilung. Über die Nuklealreaktion und die chromolytische Analyse

  • 10 Accesses

  • 18 Citations

Schlußfolgerungen

  1. 1.

    Die Nuklealreaktion vonFEULGEN undROSSENBECK ist tatsächlich eine mikroskopisch-chemische Methode und nicht eine physiko-chemische Färbungsprozedur.

  2. 2.

    Eine Verbesserung der Nuklealreaktion besteht in der Anwendung statt des Reagens vonSCHIFF — fuchsinschweflige Säure — des Monoaldehydprodukts desselben.

  3. 3.

    Die positive Nuklealreaktion wird nur in den Chromatinpartikeln und den Chromosomen erhalten, welche sich dabei homogen färben. Im Protoplasma (darunter auch im Protoplasma der Nervenzellen, d. h. inNisslschen Körperchen) und im Nukleolus fällt die Reaktion immer negativ aus.

  4. 4.

    Die Nuklealreaktion fällt auch nach Bearbeitung der Schnitte mit NaCl und CH3COONa positiv aus; in Parallelversuchen wird das Chromatin durch Methylgrün nicht gefärbt.

  5. 5.

    Die Chromolyse kann nicht als eine mikroskopisch-chemische Methode gelten, wenigsten in bezug auf den Kern. Der Begriff der drei Chromatinstockwerke vonUNNA scheint einer Tatsachenbasis zu entbehren.

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Wermel, E. Untersuchungen über die Kernsubstanzen und die Methoden ihrer Darstellung. Z.Zellforsch 5, 400–414 (1927). https://doi.org/10.1007/BF01094505

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