Über das Grangbild bei Gehstörungen

  • Joachim Rauschke
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    An Gangbildern von 21 Personen mit pathologisch veränderter Gangart wurde untersucht, ob Gehstörungen sichtbare Merkmale im Gangbild hinterlassen und ob etwaige Veränderungen spezifisch für die Art der Störung sind.

     
  2. 2.

    Der hinkende Charakter des Ganges drückt sich in der überwiegenden Mehrzahl als Schrittlängendifferenz zwischen gestörter und intakter Seite im Gangbild aus. Bei großem Schrittabstand bezeichnet fast immer der hintere Abdruck das gesunde Bein (Abb. 2). Darüber hinaus kann die gesunde Seite herausgefunden werden an Vertiefung und Sohlenwölbung des Fußeindrucks (Abb. 3). Doppelseitigkeit der Behinderung erschwert die Beurteilung.

     
  3. 3.

    Nahezu alle Störungen führen zu gleichartigen und uncharakteristischen Abweichungen im Gangbild, zu denen die Zeichen des Hinkens gehören. Sie sind beim Oberschenkelprothetiker als dem am stärksten behinderten auch am markantesten, ausgeprägt (Abb. 1 und 2).

     
  4. 4.

    Nach den Ergebnissen des hier untersuchten Krankheitsmaterials hinterlassen beiderseitige Coxa vara und Peronaeuslähmung (Abb. 4 und 5) spezifische Veränderungen am Gangbild. In so gelagerten Fällen ist ausnahmsweise die sichere Identifizierung eines Spurenurhebers möglich.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Gross, H.: Handbuch für Untersuchungsrichter, Bd. II, S. 621. München,Google Scholar
  2. Berlin u.Leipzig: J. Schweitzer 1922.Google Scholar
  3. Spiegel, W.: Untersuchung über die Erkennung von Gehstörungen aus dem Spurenbild. Inaug.-Diss. Heidelberg 1950.Google Scholar
  4. Storck, H.: Arch. orthop. Chir.32, 133 (1933).Google Scholar
  5. Thomsen, W.: Z. orthop. Chir.62, 21 (1935).Google Scholar
  6. Wagner, G.: Dtsch. Z. gerichtl. Med.26, 331 (1936).Google Scholar
  7. Zen Ker, W.: Vjschr. gericht. Med., N.F.30, 80 (1879).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1954

Authors and Affiliations

  • Joachim Rauschke
    • 1
  1. 1.Institut für gerichtliche Medizin der Universität HeidelbergDeutschland

Personalised recommendations