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Der postmortale Liquordruck

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Zusammenfassung

Der postmortale Liquordruck ist in seiner Höhe abhängig:

  1. 1.

    vom statischen Eigendruck des Liquors und

  2. 2.

    in weit größerem Ausmaß vom nicht unerheblichen postmortalen statischen Venendruck in den Halsgefäßen.

Der postmortale statische Venendruck steht in Abhängigkeit von der Art des Todeseintritts: Bei akutem Tod besteht ein relativ hoher postmortaler Venendruck, bei langer Agone ist er niedrig oder fehlt.

Bei unveränderter Leichenlagerung kommt es, unabhängig vom Ausgangswert des Drucks, der Todesursache, dem Lebensalter und dem Geschlecht, zu einem linearen Abfall des Liquordrucks in der frühen Leichenzeit. Spätestens 20–24 hpm ist er nicht mehr meßbar, bei niedrigem Ausgangswert entsprechend früher.

Zur Todeszeitbestimmung ist die Liquordruckmessung nicht verwertbar.

Eine Abhängigkeit der postmortalen Hirnschwellung von der Höhe des postmortalen Liquordrucks konnte nicht festgestellt werden.

Werkgartner hat in seinem Vortrag im Jahr 1924 Stellung zu den AusführungenChristellers über agonale Blutungen im Gebiet der oberen Hohlvene genommen. Die Ergebnisse unserer Druckmessungen geben eine Erklärung für die Entstehung von Gewebsblutungen nach grober mechanischer Behandlung des Halsbereichs einer Leiche (Transport) oder bei frühzeitiger Sektion, selbst bei vorsichtigem Herauspräparieren der Halsweichteile.

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Literatur

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  12. Werkgartner, A.: Postmortale, nicht agonale Blutungen im Halsgebiet. Dtsch. Z. gerichtl. Med.6, 630–641 (1926).

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Im Gedenken an Prof. Dr.Carl Riebeling, Oberarzt der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Hamburg.

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Dotzauer, G., Naeve, W. Der postmortale Liquordruck. Dtsch. Z. ges. gerichtl. Med. 52, 273–282 (1962). https://doi.org/10.1007/BF00580324

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