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Außergewöhnlicher Verlauf einer Vergiftung mit E 605-Spritzpulver

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Zusammenfassung

Es wird ein Fall einer Vergiftung mit E 605-Spritzpulver mitgeteilt.

Das Spritzpulver wurde offenbar ohne Flüssigkeit genommen. Die Trägersubstanz des Spritzpulvers erlaubte eine Berechnung der insgesamt aufgenommenen Pulvermenge (2 Beutel zu je 20 g=1,85 g E 605 Reinsubstanz). Ohne ärztliche Hilfe wurde die Vergiftung mindestens 6 Std überlebt. Mikroskopisch konnte trotz der langen Überlebenszeit kein typischer Befund erhoben werden. Makroskopisch zeigten sich die altbekannten Veränderungen. Es wird angenommen, daß der Trägerstoff des Spritzpulvers (Kaolin) die schnellere Resorption von E 605 verhinderte. Die breitere Anwendung von E 605-Spritzpulver wird empfohlen, weil die langsame Resorption des Giftes länger die Möglichkeit ärztlicher Hilfsmaßnahmen bietet und Unglücksfälle durch Verwechslungen sowie die unbemerkte Beibringung des Giftes durch fremde Personen infolge der blauen Warnfarbe fast unmöglich werden

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Literatur

  1. Pribilla, O.: Vergiftungen mit E 605. Arch. Toxikol.15, 210 (1954).

  2. Schmidt, G.: Toxikologische Erfahrungen bei E 605-Vergiftungen. Arch. Toxikol.15, 361 (1955).

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Schweitzer, H. Außergewöhnlicher Verlauf einer Vergiftung mit E 605-Spritzpulver. Arch. Toxikol. 17, 12–16 (1958). https://doi.org/10.1007/BF00577611

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